Letztes Update am Di, 24.01.2017 14:33

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Hartnäckiger Pilz bedroht Eschenbestände in Österreich



Wien (APA) - Ein hartnäckiger Pilz bedroht die Eschenbestände in ganz Österreich und stellt Forstwirtschaft und Naturschutz vor enorme Probleme. Einige Auwälder mussten bereits aufgrund der Gefahr von herunterfallenden Ästen und umstürzenden Bäumen gesperrt werden. Wissenschafter des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW) und der Universität für Bodenkultur (BOKU), Wien, suchen nach einer Lösung.

Der eingeschleppte Schlauchpilz Hymenoscyphus fraxineus infiziert mittels Sporen die Eschenblätter, wächst in Triebe und Zweige ein und bewirkt dort das Absterben der Rinde und des Holzes. Was mit einem vorzeitigen Blattfall und Welke beginnt, führt letztlich zum Absterben ganzer Äste, Kronenteile und des gesamten Baumes, hieß es in einer Aussendung das Bundesforschungszentrum für Wald. Inzwischen ist die Baumart ernsthaft bedroht.

Doch es gibt Hoffnung: Immer wieder werden auch in stark betroffenen Beständen einzelne Bäume entdeckt, die nicht vom Pilz befallen wurden. Von diesen Exemplaren werden Nachkommen angezogen und hinsichtlich Resistenz gegenüber dem Pilz untersucht. Hat man eine widerstandsfähige Pflanze gefunden, wird diese für die Neuanlage von Samenplantagen vermehrt.




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