Letztes Update am Mi, 15.03.2017 11:54

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Waffenrecht - FPÖ: EU-“Totalversagen“ - Liberalisierung gefordert



Straßburg (APA) - Die FPÖ hat ein „Totalversagen der Europäischen Union“ bei der Verschärfung des Waffenrechts kritisiert und im Gegenzug eine Liberalisierung in Österreich verlangt. Der freiheitliche Delegationsleiter im EU-Parlament, Harald Vilimsky, forderte am Mittwoch in Straßburg eine Waffentrageerlaubnis für Richter, Staatsanwälte, Ärzte und Geldboten sowie eine Aufhebung der geltenden Stückzahl-Begrenzung.

„Wir haben kein Problem mit legalen Waffen“, betonte Vilimsky. Stattdessen gebe es rund 800.000 illegale Waffen in Bosnien-Herzegowina, auf die Terroristen zurückgreifen könnten. Eine Aufhebung der zulässigen Stückzahl in Österreich brächte keine Gefährdung, sondern könnte den Waffenhandel wirtschaftlich beleben, argumentierte der FPÖ-Europaabgeordnete.

Der AfD-Europaabgeordnete Marcus Pretzell kritisierte in der gemeinsamen Pressekonferenz mit Vilimsky, durch die neue EU-Waffenrichtlinie würden „Millionen Sportschützen, Jäger und Sammler unter Generalverdacht gestellt“. Die EU schaffe damit „ein bürokratisches Monster“. Trotz entgegengesetzter Versicherungen von Befürwortern ändere sich im Detail Einiges, auch für Sportschützen, etwa bei den zulässigen Magazingrößen. Viele Fragen seien unklar und müssten jetzt in den 28 EU-Staaten erst geklärt werden.

~ WEB http://www.europarl.europa.eu/portal/de ~ APA249 2017-03-15/11:53




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