Letztes Update am Mo, 20.03.2017 17:42

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


UNHCR verurteilt Angriff auf Flüchtlingsboot vor Jemen mit 42 Toten



Sanaa/Genf (APA/dpa) - Nach dem blutigen Anschlag auf ein Flüchtlingsboot vor der Küste Jemens mit 42 Toten hat UN-Flüchtlingshochkommissar Filippo Grandi Ermittlungen gefordert. Die Drahtzieher des Anschlags müssten zur Rechenschaft gezogen werden, sagte er am Montag. Grandi sprach von einem unvertretbaren Angriff „auf hilflose Menschen, die vor Gewalt und Konflikt geflohen sind“.

Das Boot mit etwa 140 Flüchtlingen aus dem Jemen und Somalia war nach Angaben von Sicherheitsbeamten am vergangenen Donnerstag vor Hodeida von einem Militärhubschrauber aus beschossen worden. Es soll in Richtung Sudan unterwegs gewesen sein.

Die Region um Hodeida im Westen des Jemens wird überwiegend von schiitischen Houthi-Rebellen kontrolliert. Deren Nachrichtenagentur Saba machte die von Saudi-Arabien geführte und von den USA unterstützte Koalition für den Angriff verantwortlich. Zu der Koalition gehören auch die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Deren Streitkräfte wiesen am Montag jede Schuld zurück. Man habe die „nichtmilitärische Natur“ des Bootes erkannt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur der Emirate unter Verweis auf Militärkreise.

~ WEB http://www.unhcr.org ~ APA451 2017-03-20/17:40




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