Letztes Update am Mo, 20.03.2017 22:07

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Special Olympics: „Musikalische Postkarte“ in der Grazer Oper



Graz (APA) - Mit einer „musikalischen Postkarte“ hat sich Montagabend die Steiermark, Gastgeber der Special Olympics Winterspiele 2017, in der Grazer Oper dem Publikum, den Athleten und deren Familien aus der ganzen Welt, präsentiert. Das bunte Spektrum reichte von Operetten-Klängen über Jazz und Volksmusik bis hin zu Klassikern der Filmgeschichte.

Der festliche Abend brachte ganz ungewohnte Töne in die Oper, wenngleich der Einstieg in die Veranstaltung klassisch vom Grazer Philharmonischen Orchester mit der Ouvertüre aus Johann Strauß „Die Fledermaus“ und Dirk Kaftan am Dirigentenpult ausfiel. Sopranistin Sieglinde Feldhofer hatte danach das Publikum bei Robert Stolz „Grüß mir mein Graz an der Mur“ bei sich, ehe das Anil Bilgen Trio mit Musikern der Kunstuniversität Graz die Zuhörer in die Jazz-Ecke führte. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt des Abends wurden die Darbietungen mit Applaus und dem einen oder anderen Jubelschrei belohnt.

Einen Ausflug in die Volksmusik, kombiniert mit dem Philharmonischen Orchester, bot die Musikergruppe Spafudla: Geigen, Marimba und Kontrabass durften dabei genauso wenig wie ein Jodler fehlen. Ähnlich steirisch ging es mit dem HIB.art.chor aus Graz-Liebenau weiter: Rund 30 Burschen und Mädchen brachten „Rehragout“ zu Gehör - und zwar als eine Art komödiantischen Dialog, was für zahlreiche Lacher im Publikum sorgte. Als zweites Stück sang der Chor unter Leitung von Maria Fürntratt „Imagine“ von John Lennon und begleitete den Gesang mit Gebärdensprache, einer Harfenistin sowie einem Beatboxer.

Der Abend hatte auch eine Uraufführung zu bieten: Klaus Melem komponierte in Anlehnung an den Donauwalzer „An der schönen, blauen Mur“ und baute darin typisch steirische Nuancen ein, etwa ein wenig „Live is Life“ von Opus und Passagen aus der Steiermark-Hymne „Hoch vom Dachstein an“. Ein wenig experimenteller legte es Sandy Lopicic an: Während er am Klavier spielte, sang Vesna Petkovic Traditionelles aus Serbien und von den Roma. Sie lud das Publikum zum Mitklatschen ein, was in ein Feuerwerk an Euphorie in der Grazer Oper mündete. Spontan tanzten Special Olympics-Athleten zwischen den Rängen mit, klatschten und johlten am Ende der Darbietung.

Als krönenden Abschluss spielte das Orchester John Williams Titelsong aus „Star Wars“, was bei „Krieg der Sterne“-Fans für Gänsehaut sorgte und die meisten Zuhörer endgültig aus den Stühlen riss. Mit stehenden Ovationen, Jubel und freudigen Pfiffen dankten die Special Olympics-Teilnehmer und ihre Familien für den musikalischen Abend.

Noch bis zum Wochenende finden die Wettkämpfe in Graz, Schladming und Ramsau statt. Freitagabend geht im Grazer Liebenauer Stadion die Schlusszeremonie über die Bühne, zu der Arnold Schwarzenegger, Helene Fischer und Andreas Gabalier erwartet werden.




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