Letztes Update am Do, 23.03.2017 15:36

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fintech moomoc will mit Algo-Trading für Kleinanleger durchstarten



Wien (APA) - Das Wiener Fintech-Start-Up moomoc rund um den Börsenhändler und Buchautor Thomas Vittner kombiniert algorithmischen Aktienhandel sowie automatische Vermögensverwaltung (Robo Advice) und bietet diese Dienstleistung auch Kleinanlegern ab einer Summe von 10.000 Euro an. Algo-Trading war bisher vor allem Großanlegern und institutionellen Großanlegern vorbehalten.

Moomoc wurde im September 2016 gegründet und hat bisher 300.000 Euro von Privatinvestoren und Business Angels erhalten. Am Fintech halten Thomas Vittner und Michael Hofmayer jeweils 34 Prozent, Fritsch Consulting (17 Prozent), Phillip Wallner (10 Prozent) und Roland Dodes und Peter Wiesinger jeweils 2,5 Prozent. Die Anzahl der Kunden und der verwalteten Vermögenssumme wollte moomoc-Miteigentümer Andreas Fritsch am Donnerstag bei einem Pressegespräch nicht genau beziffern. Man habe einen siebenstelligen Asset-Betrag „under Management“, das Interesse der Anleger sei „sehr hoch“.

Das Fintech investiert die Gelder seiner Kunden auf Basis statistisch-mathematischer Finanzmarktmodelle in ausgewählte „Blue Chips“ des US-Aktienindex S&P. Das Start-up hat 20 unterschiedliche Handelsstrategien entwickelt, die je nach Risikoneigung der Anleger gewählt werden können. Investiert wird in US-Aktien, weil nur dort die Liquidität für die Handelsstrategien ausreichend hoch ist und die Gebühren für den Aktienkauf niedrig sind, erklärten die moomoc-Gründer. Der automatisierte Aktienhandel von moomoc versucht statistische Effekte auszunutzen und ist kurzfristig ausgerichtet. Fundamentale Unternehmensdaten spielen bei moomoc keine Rolle.

Die automatisierten moomoc-Aktienhandelsmodelle werden als Managed Accounts beim großen US-Online-Broker Interactive Brokers (IB) geführt. Moomoc-Anleger haben jederzeit Zugriff auf ihr Aktiendepot bei Interactive Brokers und können Gelder bei moomoc abziehen oder auch aufstocken. Für die Vermögensverwaltung werden 2 Prozent jährliche Verwaltungsgebühr und 20 Prozent Erfolgsbeteiligung auf die erzielten Gewinne verrechnet. Die Gewinnbeteiligung wird nach dem sogenannten „High Watermark“-Prinzip ermittelt, für die der Quartals-Höchststand als Messlatte für weitere Gebühren herangezogen wird.




Kommentieren