Letztes Update am Di, 28.03.2017 12:21

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Weltklimavertrag - EU-Staaten haben laut NGO-Analyse Aufholbedarf



Wien (APA) - Eine aktuelle Analyse des Umweltverbands Transport and Environment und der Klimaschutzorganisation Carbon Market Watch hat untersucht, inwiefern die einzelnen EU-Staaten Maßnahmen im Sinne des UN-Klimaabkommens von Paris umsetzen, das ab 2020 wirksam ist. 27 Staaten, mit Ausnahme von Malta, wurden untersucht. Fazit: Es herrscht weiter Aufholbedarf, in Österreich besonders in Sachen Verkehr.

„Spitzenreiter im EU-Klimaschutz-Ranking ist Schweden, Schlusslicht ist Polen. Größtes Sorgenkind beim Klimaschutz ist in Österreich der Verkehrssektor“, schrieb der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) am Dienstag, dessen europäischer Dachverband Transport and Environment ist. Die Wertung „ausgezeichnet“, das beste von sechs möglichen Ratings, konnte aus Sicht der beiden NGO keiner der Staaten erreichen. Schweden konnte als einziger immerhin ein „Gut“ für sich reklamieren und erreichte 67 von 100 möglichen Punkten. Im Schnitt erreichten die 27 EU-Staaten 24 Punkte, Österreich kam auf 17 Punkte, Schlusslicht Polen erhielt zwei Punkte.

Femke De Jong, bei Carbon Market Watch für EU-Politik zuständig, kritisierte das Vorhandensein von Schlupflöchern in der Klimagesetzgebung. Es brauche mehr Entschlossenheit vonseiten der Gesetzgebung, damit die EU-Bürger die Vorteile einer dekarbonisierten Gesellschaft genießen könnten.




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