Letztes Update am Mi, 24.05.2017 13:09

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EU-Verteidigungsfonds für innovative europäische Rüstungsindustrie



Brüssel (APA) - Die EU-Kommission hat neuerlich einen europäischen Verteidigungsfonds angekündigt. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini betonte am Mittwoch in Brüssel, Sicherheit und Verteidigung hätten Priorität. Dazu sei es notwendig, mehr Mittel zu investieren, die Zusammenarbeit zwischen den EU-Staaten auszubauen und auch die Zusammenarbeit mit der NATO zu intensivieren.

Der Vizepräsident der EU-Kommission, Jyrki Katainen, erklärte, die Stärkung der Sicherheit und Verteidigung setze den effizienteren Einsatz der verfügbaren Verteidigungsbudgets voraus. Der EU-Haushalt könne nicht den Verteidigungshaushalt der Staaten ersetzen, doch würden wirtschafts- und industriepolitische Gründe für eine stärkere Zusammenarbeit bei Forschung und Beschaffung sprechen.

Parallel zum Verteidigungsfonds, der vor der für 7. Juni in Prag angesetzten Europäischen Konferenz über die Verteidigungs- und Sicherheitspolitik ins Leben gerufen werden soll, werde es ein Reflexionspapier zu den längerfristigen Optionen für die Zukunft im Bereich der Europäischen Verteidigung geben.

Die mangelnde Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich verursache Schätzungen zufolge Kosten zwischen 25 und 100 Mrd. Euro jährlich. 80 Prozent der Beschaffung und mehr als 90 Prozent der Forschungs- und Technologieprojekte erfolgten auf nationaler Ebene. Bis zu 30 Prozent der jährlichen Verteidigungsausgaben könnten durch Bündelung bei der Beschaffung eingespart werden.

~ WEB http://www.nato.int/ ~ APA305 2017-05-24/13:06




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