Letztes Update am So, 04.06.2017 15:06

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Zwölf Festnahmen nach Terroranschlag von London



London (APA/dpa/AFP) - Im Zusammenhang mit dem Terroranschlag von London sind zwölf Menschen festgenommen worden. Die Zugriffe seien im Osten der britischen Hauptstadt erfolgt, teilte die Polizei in London am Sonntag mit. Außerdem seien noch Hausdurchsuchungen im Gange.

Nach Angaben des Senders Sky News durchsuchten schwer bewaffnete Polizisten unter anderem das Haus eines der drei Attentäter. Ein AFP-Fotograf beobachtete, wie vier verschleierte Frauen abgeführt wurden.

Bei den Angriffen auf der London Bridge und dem Borough Market hatten die Angreifer am Samstagabend mindestens sieben Menschen getötet. Etwa 50 Menschen wurden verletzt. Insgesamt drei Täter wurden von der Polizei erschossen.

Laut neuesten Angaben der Behörden sind unter den Schwerverletzten auch zwei Polizeibeamte. Zu dem jüngsten Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Jedoch verwies die auf jihadistische Propaganda spezialisierte Site Intelligence Group darauf, dass Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) den Anschlag in ihren Foren und Chat-Kanälen feierten und den IS hinter der Tat vermuteten.

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Am Donnerstag wählen die Briten ein neues Parlament. Wegen des Anschlags setzten fast alle Parteien ihren Wahlkampf aus, nur die rechtspopulistische UKIP schloss sich dem nicht an. International löste das Attentat Bestürzung aus.

Trotz den Ereignissen von London sollte das geplante Benefizkonzert der US-Sängerin Ariana Grande für die Terroropfer von Manchester am Abend stattfinden. Das gab die Polizei der nordenglischen Stadt über den Kurznachrichtendienst Twitter bekannt. Neben dem Konzert mit riesigem Staraufgebot gebe es noch eine weitere größere Veranstaltung, die ebenfalls stattfinden werde. Für beide Ereignisse werde es zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen geben.

Auch die vorgezogene Parlamentswahl am Donnerstag soll wie geplant stattfinden. Premierministerin Theresa May verurteilte die „bösartige Ideologie des islamistischen Extremismus“, die hinter diesen Taten stecke. Sie kündigte neue Maßnahmen im Anti-Terror-Kampf an.




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