Letztes Update am Mo, 05.06.2017 10:03

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nach Kabul-Anschlag: Ein Drittel aller Opfer gehörten zu einer Firma



Kabul (APA/dpa) - Fünf Tage nach einem der schwersten Bombenanschläge in der afghanischen Hauptstadt Kabul gibt es neue Informationen über die Opfer. Die afghanische Telekommunikationsfirma Roshan teilte am Montag mit, dass insgesamt 31 Mitarbeiter von Roshan und Partnerfirmen getötet worden seien. Damit machen die zivilen Angestellten einer der größten Firmen Afghanistans rund ein Drittel aller Todesopfer aus.

Mehr als 50 Angestellte seien verletzt worden. Bei der Explosion der massiven Lastwagenbombe in unmittelbarer Nähe der deutschen Botschaft und des Roshan-Büros waren am Mittwoch mindestens 90 Menschen getötet und rund 460 verletzt worden. Die große Mehrheit waren afghanische Zivilisten.

Ob die deutsche Botschaft das Ziel des Anschlags war, bleibt weiter unklar. Die Botschaft und andere deutsche Institutionen hatten nach Quellen aus Sicherheitskreisen zuvor Drohungen erhalten. Das galt aber auch für andere Botschaften.

Auf der noch unvollständigen Liste der Opfer stehen bisher Journalisten, viele Regierungsangestellte, ein religiöser Führer und mehrere Kinder. Noch am Wochenende warteten vor Kabuler Krankenhäusern Dutzende Menschen auf die Identifizierung von menschlichen Überresten, um vermisste Angehörige zu finden.




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