Letztes Update am Mo, 05.06.2017 12:24

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


WWF beklagte vor UN-Ozeankonferenz Zerstörung elementarer Lebensräume



Hamburg/New York (APA/AFP) - Die Umweltschutzorganisation WWF hat mit Blick auf den internationalen Meeresschutz-Gipfel der Vereinten Nationen beklagt, dass „die Zerstörung elementarer Lebensräume wie Korallenriffe und Mangroven bedrohliche Ausmaße erreicht“ hat. Die Flut an Plastikmüll sei bereits bis in die entlegensten Meeresgebiete und Tiefen vorgedrungen.

Auf dem fünftägigen Gipfel ab Montag in New York mit Delegationen aus über 150 Ländern „muss ein Rahmen geschaffen werden, der den Meeresschutz praktisch stärkt und vorhandenes Engagement bündelt“, forderte Christoph Heinrich vom WWF am Montag in Hamburg.

Überdimensionierte hoch subventionierte Fischereiflotten machten Jagd auf schwindende Fischbestände und gefährden die Ernährung der Küstenbevölkerung in Entwicklungsländern. Zudem drohe durch den Tiefseebergbau eine großflächige Zerstörung hochempfindlicher Lebensräume am Meeresgrund, mahnte die Umweltschutzorganisation.

„Wir brauchen einen entschlossenen Kurswechsel im Umgang mit dem Ozean, denn ohne Meer kein Leben“, erklärte Heinrich. Gemäß der UN-Nachhaltigkeitsagenda soll es den Meeren bis 2030 deutlich besser gehen, damit sie ihre wichtigen Funktionen für die Menschheit weiterhin erfüllen können.




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