Letztes Update am Mo, 05.06.2017 21:54

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


London-Terror - Angreifer war in TV-Dokumentation zu sehen



London (APA/AFP/Reuters) - Der von der britischen Polizei genannte mutmaßliche London Attentäter Khuram Butt ist laut britischen Medien vergangenes Jahr in einer britischen Fernsehdokumentation mit dem Titel „Die Jihadisten von nebenan“ zu sehen gewesen. Den Namen des zweiten Attentäters gab die Polizei am Montag mit Rachid Redouane an.

Der 30-Jährige sei nach eigenen Angaben „Marokkaner oder Libyer“ gewesen. Er habe außerdem den Namen Rachid Elkhdar verwendet und ein anderes Geburtsdatum, wonach er erst 25 Jahre alt gewesen wäre.

Der Chef der nationalen Anti-Terror-Polizei, Mark Rowley, bat die Öffentlichkeit in der Erklärung um Hinweise auf „diese Männer, ihre Bewegungen in den Tagen und Stunden vor dem Angriff und die Orte, die sie aufgesucht haben“.

Rowley führte aus, dass die Polizei und der Geheimdienst MI5 derzeit rund 500 Ermittlungen gegen 3000 „Subjekte von Interesse“ führten. Zudem untersuchten „der MI5 und seine Partner“ das Risiko, das von rund 20.000 früheren Verdächtigen womöglich weiterhin ausgehe. Laut Rowley durchkreuzten die britischen Sicherheitsbehörden seit 2013 18 Anschlagspläne, davon fünf in den vergangenen beiden Monaten.

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„Unsere Arbeit macht angesichts der hohen Terror-Bedrohung und der bestehenden Ressourcen schwierige Entscheidungen über Prioritäten notwendig“, verteidigte sich die Polizei. Einzelheiten darüber, wieso der 27-Jährige ins Visier des Geheimdienstes geraten war, machten die Behörden zunächst nicht.

Insgesamt drei Attentäter waren am Samstagabend auf der London Bridge im Herzen der britischen Hauptstadt mit einem Lieferwagen in eine Menschenmenge gerast, anschließend stachen sie im angrenzenden Ausgehviertel rund um den Borough Market wahllos auf Menschen ein. Sieben Menschen, darunter eine Kanadierin und ein Franzose, starben, 48 weitere wurden verletzt.

Acht Minuten nach dem ersten Notruf erschoss die Polizei die Attentäter. Die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Tat für sich.




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