Letztes Update am Di, 06.06.2017 09:42

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Parlamentswahl: Macron-Kandidaten bei Auslandsfranzosen klar vorn



Paris (APA/dpa) - Die Kandidaten der Partei von Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron liegen bei der Parlamentswahl in den Wahlkreisen der Auslandsfranzosen deutlich in Führung. Die im Ausland lebenden Franzosen waren bereits am vergangenen Wochenende zur Stimmabgabe aufgerufen, eine Woche früher als der Rest ihrer Landsleute.

Im ersten Wahlgang errangen in 10 von 11 Wahlkreisen Kandidaten von La Republique en Marche und der verbündeten MoDem-Partei den ersten Platz, wie das Pariser Außenministerium bekannt gab. In den Auslandswahlkreisen werden elf der 577 Abgeordneten der Nationalversammlung gewählt. Die Entscheidung fällt in Stichwahlen am 17. oder 18. Juni. Für den neuen Präsidenten Macron geht es bei der Wahl um eine Mehrheit für seine Reformagenda.

In Frankreich stimmen die Wähler an diesem Sonntag über ihre Abgeordneten ab, die Stichwahlen zwischen den Kandidaten mit den meisten Stimmen finden eine Woche später statt. Die Ergebnisse der Auslandsfranzosen sind in der Regel nicht repräsentativ, bei der Präsidentenwahl hatte Macron bei ihnen viel besser abgeschnitten als insgesamt.

Obwohl mehrere Macron-Kandidaten im Ausland sogar auf mehr als 50 Prozent kamen, ist noch keiner von ihnen gewählt: Weil die Wahlbeteiligung sehr niedrig lag, erreichte keiner das nötige Quorum von 25 Prozent der Wahlberechtigten. Daher sind Stichwahlen gegen den jeweiligen Zweitplatzierten erforderlich. Im Wahlkreis Zentraleuropa und Balkan, zu dem Deutschland gehört, erhielt der Macron-Kandidat Frederic Petit von der MoDem-Partei 54 Prozent der Stimmen. Er trifft in der zweiten Runde auf den Sozialisten Pierre-Yves Le Borgn‘.

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