Letztes Update am Di, 06.06.2017 09:57

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Afghanistans Präsident stellt Taliban Ultimatum für Verhandlungen



Kabul (APA/AFP/dpa) - Der afghanische Präsident Ashraf Ghani hat den radikalislamischen Taliban ein Ultimatum für Friedensgespräche gestellt. „Wir bieten eine Chance auf einen Frieden, aber das ist kein unbefristetes Angebot“, sagte Ghani am Dienstag bei einer internationalen Friedenskonferenz in Kabul. „Dies ist die letzte Chance, ergreift sie oder tragt die Konsequenzen.“

An der Konferenz nehmen Vertreter aus rund zwei Dutzend Staaten teil, darunter neben den USA auch Indien, China sowie Pakistan, dem Kabul Unterstützung der radikalislamischen Taliban vorwirft.

Nach den Anschlägen im hochgesicherten Diplomatenviertel am Mittwoch und auf eine Trauerfeier am Samstag, bei denen nach jüngsten Angaben insgesamt knapp 160 Menschen getötet wurden, wurden die Sicherheitsvorkehrungen in Kabul im Vorfeld der Konferenz weiter verschärft. Für den Anschlag im Botschaftsviertel macht die Regierung das mit den Taliban verbündete Hakkani-Netzwerk verantwortlich.

Kurz nach Beginn einer internationalen Friedens-und Sicherheitskonferenz in der afghanischen Hauptstadt Kabul ist unweit des Konferenzortes eine Rakete eingeschlagen. Es sehe so aus, als ob sie einen Grünbereich der italienischen Botschaft getroffen und keinen Schaden angerichtet habe, sagte der Kabuler Polizeibeamte, Mohammed Saher Okab, am Dienstag. In Medienberichten hieß es, die Rakete sei in der daneben liegenden indischen Botschaft oder nahe dem benachbarten NATO-Hauptquartier eingeschlagen.

Die Friedens- und Sicherheitskonferenz mit Teilnehmern aus mehr als 20 Ländern findet unter schweren Sicherheitsvorkehrungen in dem etwa zwei Kilometer vom Anschlagsort entfernten Außenministerium statt.




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