Letztes Update am Di, 06.06.2017 11:54

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Drei Pandas aus Japan nach China geflogen



Chengdu (APA/dpa) - Drei in Japan geborene Pandas sind nach China gebracht worden. Die Geschwister trafen am Montagabend auf dem Flughafen von Chengdu ein und wurden am Dienstag in ihr neues Zuhause in der Zuchtstation der südwestchinesischen Provinz Sichuan gebracht, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Erst nach monatelanger Quarantäne und Eingewöhnung sollen sie dem Publikum gezeigt werden.

Nach den Kooperationsabkommen mit Zoos im Ausland sind chinesische Riesenpandas nur ausgeliehen. Auch der Nachwuchs bleibt Eigentum Chinas und muss dorthin, wenn die sexuelle Reife erreicht wird oder die Zusammenarbeit endet. Die Pandazwillinge Hai Bang und Yang Bang, Männchen und Weibchen, waren 2010 sowie ihre jüngere Schwester You Bang 2012 geboren worden und lebten im japanischen Abenteuerpark Shirahama in der Präfektur Wakayama südlich von Osaka.

„Wir rechnen damit, dass sie sich an die Veränderungen in der Nahrung, der Umwelt, Sprache und selbst dem Geschmack von Bambus anpassen“, sagte Yang Zhi von der Zuchtstation in Chengdu, die seit 1994 mit dem Park in Japan kooperiert. 15 Pandas wurden dort geboren, von denen jetzt acht heimgekehrt sind.

Auch der Berliner Zoo soll diesen Monat zwei Pandas aus China bekommen - Mengmeng und Jiao Qing. Sie werden voraussichtlich am 5. Juli erstmals gezeigt, wozu die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Chinas Staatspräsident Xi Jinping erwartet werden. Kein deutscher Zoo hat gegenwärtig Pandas.

Im Wiener Tiergarten Schönbrunn lebt seit dem Jahr 2003 das Weibchen Yang Yang, die nach drei Einzelgeburten im vergangenen Sommer das Zwillingspaar Fu Feng und Fu Ban zur Welt brachte. Die älteren Brüder der Jungbären, Fu Long, Fu Hu und Fu Bao, sind bereits nach China zurückgekehrt. Yang Yangs Partner Long Hui verstarb im Dezember 2016 im Alter von 16 Jahren.




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