Letztes Update am Di, 06.06.2017 12:51

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Energieagentur verweist auf hohe Kosten für Energieimporte



Wien (APA) - Österreich hat 2016 für den Import von Energie knapp 9 Mrd. Euro ausgegeben, exportiert wurde Energie im Wert von gut 2 Mrd. Euro. In Summe gab es in diesem Bereich ein Handelsdefizit von 6,7 Mrd. Euro, schreibt die Energieagentur in einer Aussendung am Dienstag.

Gut 60 Prozent des Energie-Handelsdefizits entfielen auf Öl, weitere 30 Prozent auf Gas. „Die große Menge an importierter fossiler Energie bedeutet einen enormen Kaufkraftabfluss für unser Land“, schreibt Peter Traupmann, Geschäftsführer der Energieagentur, in der Aussendung. Der Nettoimport (Importe abzüglich Exporten) entsprach im Vorjahr zwei Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP).

Die Entwicklung des Defizits hängt wenig überraschend unmittelbar am Ölpreis und schwankt stark. Zwischen 2010 und 2012, als der Ölpreis bei etwa 110 US-Dollar je Barrel (Fass zu 159 l) lag, betrug das Defizit der österreichischen Energiebilanz über 11 Mrd. Euro. Aber durchgehend - außer im Jahr 2011 - ist das Minus im Handel mit Energie im letzten Jahrzehnt größer als das gesamte Handelsbilanzdefizit Österreichs, rechnet die Energieagentur vor.

Die Energieagentur plädiert dafür, „Erdöl mittelfristig durch nachhaltige heimische Energieträger zu ersetzen“, was nicht nur für die Umwelt sondern auch für die Handelsbilanz gut wäre. Auf Gas werde Österreich allerdings noch länger nicht verzichten können, das werde als „Brückentechnologie“ weiter Bedeutung haben, sagt Traupmann.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.




Kommentieren