Letztes Update am Di, 06.06.2017 12:06

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mindestens sieben Tote bei Moschee-Anschlag in westafghanischem Herat



Kabul (APA/dpa) - Bei einer Bombenexplosion vor einer großen Moschee sind in der westafghanischen Großstadt Herat mindestens sieben Menschen getötet und 15 verletzt worden. Das sagte am Dienstag ein Sprecher der Polizei, Abdul Ahad Walizada. Die Bombe sei in einem Motorrad versteckt gewesen und direkt vor einem der Eingänge platziert worden.

Die Masjid-e Jami ist die größte Moschee der Stadt und zieht täglich Tausende Menschen zum Gebet an. Das elegante, in vielen Blau- und Türkistönen gekachelte Gebäude wurde im 13. Jahrhundert erbaut und ist ein Wahrzeichen von Afghanistan. Bilder in sozialen Medien zeigten eine hohe, schwarze Rauchsäule über Teilen der Moschee und Rauchschwaden, die durch den weiten Innenhof zogen.

Zu den Tätern gab es zunächst keine Hinweise. Die radikalislamischen Taliban hatten sich am Morgen bereits zu einem Raketenangriff auf das NATO-Hauptquartier in der Hauptstadt Kabul bekannt. Das Geschoß war auf dem Gelände der indischen Botschaft gelandet und hatte keinen Schaden angerichtet.

In Kabul hatten sich gerade Vertreter von mehr als 20 Ländern für eine Friedens- und Sicherheitskonferenz getroffen. Bei zwei blutigen Anschlägen sowie wütenden Demonstrationen für mehr Sicherheit im Land waren in Kabul in der vergangenen Woche rund 180 Menschen getötet und rund 600 verletzt worden.




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