Letztes Update am Di, 06.06.2017 12:54

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Handball: ÖHB-Verletzungssorgen vor Entscheidung in EM-Qualifikation



Wien (APA) - Österreichs Handballmänner haben die Qualifikation für die erste Endrunde seit der WM 2015 in eigener Hand. Trotz der positiven Ausgangslage plagen Teamchef Patrekur Johannesson Sorgen. Der Isländer muss in den ausstehenden Spielen in Finnland (14. Juni) und gegen Bosnien (17. Juni) mehrere Spieler vorgeben, dennoch gab er sich optimistisch: „Ich hoffe, dass das Team noch enger zusammenrückt.“

Mit Flügelflitzer Raul Santos, sowie dem Rückraum-Trio Alexander Hermann, Romas Kirveliavicius und Ante Esegovic fallen vier wichtige Akteure, die Anfang Mai Spanien noch an den Rand einer Niederlage gebracht hatten, in Vantaa und in Wien aus. „Ich will nicht jammern, ich werde eine Lösung finden“, kündigte Johannesson bei einem Pressetermin am Dienstag in Wien an. Auch Fabian Posch, in der Handball Liga Austria (HLA) zum Kreisläufer des Jahres gewählt und bei Johannesson wieder gefragt, versprach im Kampf um einen Platz bei der EM im Jänner 2018 in Kroatien vollsten Einsatz. „Jeder weiß, worum es geht. Niemand kann es sich leisten, sich zurückzulehnen“, meinte der 29-Jährige.

Krems-Akteur Posch spielte damit auch auf die unerwartete Heimniederlage gegen Finnland zum Quali-Auftakt im Herbst 2016 an, die letztlich aber ohne Konsequenz bleiben könnte. „Das wird uns nicht wieder passieren“, versprach ÖHB-Generalsekretär Martin Hausleitner, der mit 1. August als Generalsekretär des europäischen Verbandes (EHF) amtieren wird. Johannesson warnte dennoch vor dem finnischen Außenseiter: „Sie haben keinen Druck. Das macht sie zusätzlich gefährlich.“

Die Entscheidung wird aber vermutlich im letzten Spiel gegen Bosnien fallen. Dank des hauchdünnen 23:22-Erfolgs im Auswärtsspiel im vergangenen November könnte Österreich mit einem weiteren Sieg in Wien den Sack zumachen. „In Bosnien gewinnen nicht viele Teams“, betonte Johannesson nicht ohne Stolz. Allerdings könnte selbst die Partie in der umgebauten Albert-Schultz-Halle zu einer Art Auswärtspartie werden: Einmal mehr werden zahlreiche und auch lautstarke Fans des Gegners erwartet. Am Dienstag waren laut ÖHB rund 4.000 Karten abgesetzt.

Derzeit liegt Österreich in Quali-Gruppe 3 hinter den makellosen Spaniern und zwei Zähler hinter Bosnien auf Rang drei vor den punktegleichen Finnen. Mit zwei Siegen wäre Österreich aufgrund des besseren direkten Vergleichs in jedem Fall Zweiter und hätte damit das Ticket für die Endrunde sicher.




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