Letztes Update am Di, 06.06.2017 15:36

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fußball: Europäische Ligen-Vereinigung erhält mehr Einfluss in UEFA



Genf (APA) - Die EPFL, die Vereinigung von 32 europäischen Fußball-Profi-Ligen, erhält demnächst mehr Einfluss innerhalb des Europa-Kontinentalverbandes UEFA. Dies wurde am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz nach der außerordentlichen Hauptversammlung in Genf bekanntgegeben. „Das ist der Start einer neuen Ära“, sagte EPFL-Generalsekretär Georg Pangl.

Nach der nun erzielten Einigung sollen EPFL-Vertreter künftig stimmberechtigte Mitglieder in allen wesentlichen UEFA-Gremien, darunter im Exekutivkomitee, stellen. Im Gegenzug wird die im März schlagend gewordene Kündigung des „Memorandum of Understanding“ von der EPFL wieder zurückgenommen. In dieser Vereinbarung ist festgelegt, dass parallel zu Europacup-Partien keine Spiele der nationalen Meisterschaften stattfinden.

Die Kündigung war im vergangenen Herbst aufgrund der Champions-League-Reform ausgesprochen worden. Durch die Änderungen wird es für Clubs aus kleineren Ländern wie Österreich schwieriger, in die Gruppenphase der „Königsklasse“ zu kommen, was wiederum die Kluft zwischen Arm und Reich im europäischen Fußball vergrößern dürfte.

Die nun getroffene Vereinbarung soll diesem Trend entgegenwirken. „Wir wollen die Schere wieder zusammenführen und Änderungen für die Nachhaltigkeit des europäischen Fußballs schaffen“, kündigte der Burgenländer Pangl gegenüber der APA an.

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Vorerst wird noch ausverhandelt, wie viele EPFL-Vertreter überhaupt in den diversen UEFA-Gremien sitzen werden. Das Paket muss bis spätestens 20. September geschnürt sein, denn an diesem Tag soll es auf dem UEFA-Kongress in Genf beschlossen werden. Fest steht laut EPFL-Präsident Lars-Christer Olsson schon jetzt, dass es bei gravierenden Änderungen des Spielkalenders für den Zyklus 2021 bis 2024 der Zustimmung der Ligen-Vereinigung bedarf.

Zuletzt waren Gerüchte aufgekommen, wonach europäische Großclubs die Champions-League-Partien ab dem Viertelfinale an Samstagnachmittagen austragen lassen wollen, um auf asiatischen und amerikanischen Märkten noch stärker reüssieren zu können. „Diesbezüglich gab es von der UEFA keine Anfrage an uns. Das kann auch nur in Abstimmung mit der EPFL geschehen, das kann die UEFA nicht alleine entscheiden“, sagte Olsson. Der EPFL-Boss machte deutlich, dass seine Organisation, dem auch die österreichische Bundesliga angehört, für die Abhaltung von Europacup-Partien unter der Woche eintreten werde.




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