Letztes Update am Di, 06.06.2017 16:06

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Chronologie: Langer Kampf um IS-Hochburg Raqqa



Raqqa (Rakka) (APA/AFP) - Die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) haben am Dienstag den Beginn der finalen Offensive auf die nordsyrische Dschihadisten-Hochburg Raqqa verkündet. Damit nähert sich der monatelange Kampf mit der IS-Miliz um ihre inoffizielle Hauptstadt ihrem Höhepunkt. Ein Überblick:

März 2013: Als erste Provinzhauptstadt in Syrien fällt Raqqa an Rebellengruppen um die islamistische Al-Nusra-Front, die Truppen von Machthaber Bashar al-Assad ziehen sich zurück.

Jänner 2014: Die Terrormiliz Islamischer Staat im Irak und Syrien (ISIS) vertreibt die rivalisierenden Rebellen und errichtet eine Schreckensherrschaft in der Stadt.

Juni 2014: ISIS benennt sich in Islamischer Staat (IS) um und ruft von Mossul ein „Kalifat“ im Norden des Iraks und Syriens aus mit Raqqa als inoffizieller Hauptstadt.

Juni 2015: Die IS-Miliz verliert die Stadt Tal Abjad in der Provinz Raqqa an die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), weitere Städte folgen.

5. November 2016: Das kurdisch-arabische Bündnis SDF um die YPG-Miliz startet mit Unterstützung der US-Armee eine Offensive zur Eroberung der Stadt.

6. März 2017: SDF-Einheiten schneiden die Versorgungsroute zwischen Raqqa und der Provinz Deir Essor im Osten ab, die noch von der IS-Miliz gehalten wird.

9. Mai 2017: Die US-Regierung von Donald Trump verkündet trotz scharfer Kritik der türkischen Regierung die Lieferung von Waffen an die SDF.

10. Mai 2017: Nach wochenlangen Kämpfen erobern SDF-Einheiten den strategisch wichtigen Euphrat-Staudamm von Tabqa nördlich von Raqqa.

6. Juni 2017: Ein SDF-Sprecher verkündet den Beginn der finalen Großoffensive auf Raqqa, erste Einheiten dringen in die östlichen Viertel der Stadt ein.




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