Letztes Update am Di, 06.06.2017 17:21

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Anti-Terror-Staatsanwaltschaft ermittelt nach Vorfall bei Notre-Dame



Paris (APA/AFP/Reuters/dpa) - Nach dem Vorfall vor der Kathedrale von Notre-Dame hat die Anti-Terror-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Das gab die Behörde am Dienstag bekannt, nachdem die Polizei vor der Kathedrale das Feuer auf einen Angreifer eröffnet hatte. Auf dem Vorplatz der Kirche halten sich üblicherweise viele Touristen auf.

Der mutmaßliche Täter sei mit einem Hammer bewaffnet gewesen und habe versucht, den Beamten anzugreifen, berichtete der Nachrichtensender BFMTV unter Berufung auf das Innenministerium.

Nach ergänzenden Berichten wurde der Angreifer verletzt. Auch der Polizist soll verletzt worden sein. Hintergründe des Zwischenfalls blieben zunächst unklar.

Die Polizei teilte auf Twitter mit, es gebe einen Einsatz bei der Kirche im Herzen der Stadt. Sie rief dazu auf, den Bereich zu meiden. Das Areal wurde weiträumig abgesperrt.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Ob die Tat einen terroristischen Hintergrund hat, blieb offen. Frankreich wird seit rund zweieinhalb Jahren von einer beispiellosen Terrorserie erschüttert, knapp 240 Menschen kamen dabei ums Leben.

Sicherheitskräfte waren mehrfach Ziel von Anschlägen. Mitte April war ein Polizist auf den Pariser Champs-Elysees von einem Gewalttäter erschossen worden.

In Frankreich gilt weiter der Ausnahmezustand, der nach den Anschlägen vom 13. November 2015 verhängt worden war. Der Ausnahmezustand soll nach Plänen der Regierung bis Anfang November 2015 verlängert werden.




Kommentieren