Letztes Update am Di, 06.06.2017 18:09

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wiener Börse



Wien (APA) - Die Wiener Börse hat am Dienstag etwas fester geschlossen. Vor allem Kursaufschläge beim Schwergewicht OMV dürfte das heimische Börsenbarometer gegen das schwache europäischen Umfeld gestützt haben. Der ATX stieg 13,87 Punkte oder 0,44 Prozent auf 3.171,60 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund drei Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 3.175,00 Punkten.

Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,03 Prozent, DAX/Frankfurt -1,03 Prozent, FTSE/London -0,01 Prozent und CAC-40/Paris -0,72 Prozent.

Anleger hielten sich vor der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) und den britischen Parlamentswahlen am Donnerstag zurück. Zudem dürften politische Turbulenzen im Nahen Osten und in der USA zusätzliche Nervosität beschert haben.

Konjunkturdaten lieferten keine entscheidenden Impulse. So fielen Zahlen aus dem Einzelhandel des Euroraums durchwachsen aus. Österreich musste mit einem Minus von 1,2 Prozent hinter Kroatien den zweitstärksten Rückgang im April hinnehmen. Dagegen hellte sich die Anlegerstimmung im Währungsraum, gemessen am sentix-Index, von einem bereits hohen Niveau aus weiter auf.

In einem Branchenvergleich kletterten die Aktien der Öl-Konzerne sowie der Versorger an die ATX-Spitze. Verbund führten die Kursliste mit plus 3,06 Prozent an und EVN stiegen um 2,08 Prozent. Unter den Spitzenwerten im ATX standen die OMV-Aktien mit einem Plus von knapp drei Prozent. Die Citi-Bank hatte ihre Kaufempfehlung bei 52,00 Euro bestätigt. Die Aktie sei günstig im Vergleich zu europäischen Branchenkollegen, konstatierten die Analysten.

Unterdessen notierte der Bankensektor im Fahrwasser des schwachen europäischen Umfeldes. Erste Group verloren 0,64 Prozent und Raiffeisen International Bank fielen um 0,49 Prozent.

Daneben fanden vor allem Analystenstimmen Beachtung. So hat die Raiffeisen Centrobank (RCB) ihr Kursziel für die Aktien des Immobilienkonzerns Warimpex aufgrund starker Quartalszahlen von 1,00 auf 1,45 Euro angehoben. Während die RCB-Analysten das Votum für die Warimpex-Titel auf „Hold“ beließen, hoben sie es für die Papiere der voestalpine auf „Buy“ an. Auch das Kursziel erhöhte sich von 41,00 auf 45,00 Euro. Grund dafür waren neben den positiven Zahlen zum vierten Quartal auch den zuversichtlichen Ausblick des Managements. Warimpex verloren 1,46 Prozent. Hingegen gewannen voestalpine 2,54 Prozent.

s Immo legten um 0,32 Prozent zu. Auch hier hob die RCB das Kursziel der Wertpapiere des Immobilienkonzerns von 12,00 auf 13,00 Euro an. Die aufgestockten Beteiligungen der s Immo an der Immofinanz und der CA Immo würden mehr Dividende bescheren, hieß es in der jüngsten Studie.

UNIQA-Aktien rutschten um 0,88 Prozent ab, obwohl Standard & Poors (S&P) das Rating für UNIQA bei „A-“ mit dem Ausblick „stabil“ bestätigt haben. Der Versicherer habe eine starke Marktposition in Österreich und sei einer der Marktführer am heimischen Versicherungsmarkt, hieß es in der jüngsten Studie.

Für die UBM blieben große Sprünge aus - die Titel notierten unbewegt bei 35,60 Euro. Die Anleger ignorierten, dass die UBM-Tochter Münchner Grund Immobilien Bauträger GmbH die denkmalgeschützte Hauptpost in Potsdam erworben hat. Dort soll ab dem zweiten Quartal 2018 ein fünfgeschoßiges Gebäude mit einer Bruttogeschoßfläche von knapp 14.600 Quadratmetern entstehen.

~ ISIN AT0000999982 ~ APA485 2017-06-06/18:06




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