Letztes Update am Di, 06.06.2017 18:12

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Polizisten und Soldaten im Visier der Angreifer



Paris (APA/AFP) - Vor der Pariser Kathedrale Notre-Dame hat ein Polizist am Dienstag einen Angreifer niedergeschossen, der ihn attackiert hatte. Derartige Vorfälle wiederholen sich regelmäßig, in Frankreich werden Sicherheitskräfte immer wieder Ziel von Angriffen:

6. Juni 2017: Paris

Ein mit einem Hammer bewaffneter Mann greift einen Polizisten vor der Kathedrale Notre-Dame an. Der Mann wird von dem Beamten niedergestreckt und verletzt ins Krankenhaus gebracht.

20. April 2017: Paris

Auf dem Boulevard Champs-Elysees schießt der vorbestrafte Franzose Karim Cheurfi mit einer Kalaschnikow auf ein Polizeiauto. Er tötet einen Polizisten und verletzt zwei weitere Beamte sowie eine deutsche Passantin, bevor er selbst erschossen wird. Bei ihm wird ein Zettel gefunden, auf dem er sich handschriftlich zur Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekennt.

18. März 2017: Paris

Der mehrfach vorbestrafte Franzose Ziyed Ben Belgacem greift auf dem Flughafen Orly bei Paris eine Soldatenpatrouille an. Er hält einer Soldatin einen Schrotrevolver an die Schläfe und bedroht auch zwei andere Soldaten. Die anderen Soldaten feuern auf den 39-Jährigen, als sie freie Schussbahn haben. Er ruft nach Angaben der Staatsanwaltschaft, er wolle für „Allah“ sterben, bevor er erschossen wird.

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3. Februar 2017: Paris

Mit einer Machete attackiert ein Mann in der Nähe des Pariser Louvre-Museums eine Militärpatrouille. Ein Soldat wird leicht verletzt, ein anderer Soldat verletzt den Angreifer durch Schüsse schwer.

13. Juni 2016: Magnanville bei Paris

Wenige Tage nach Beginn der Fußball-EM in Frankreich ersticht ein Islamist im nahe Paris gelegenen Magnanville einen Polizisten und dessen Lebensgefährtin. In einem Video bekennt der später erschossene Angreifer sich zum IS.

7. Jänner 2016: Paris

Am Jahrestag des Anschlags auf die Satirezeitung „Charlie Hebdo“ greift ein mit einem Metzgerbeil bewaffneter Mann ein Polizeirevier in Paris an und wird erschossen. Er trägt ein Schreiben bei sich, in dem er der IS-Miliz die Treue schwört.

3. Februar 2015: Nizza

Ein mit einem Messer bewaffneter Mann greift im südfranzösischen Nizza drei Soldaten an, die vor einem jüdischen Gemeindezentrum Wache stehen. In Verhören bringt er seinen Hass gegen Frankreich, Soldaten und Juden zum Ausdruck.

8. Jänner 2015: Montrouge bei Paris

Einen Tag nach dem Anschlag auf „Charlie Hebdo“ erschießt der Islamist Amedy Coulibaly - ein Komplize der „Charlie Hebdo“-Angreifer - im Pariser Vorort Montrouge eine unbewaffnete Gemeindepolizistin. Am folgenden Tag tötet er bei einer Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt vier Menschen, bevor er von Elitepolizisten erschossen wird.

25. Mai 2013: Paris

Bei einer Patrouille im Pariser Geschäftsviertel La Defense wird ein Soldat von einem Mann angegriffen und mit einem Teppichmesser verletzt. Der einige Tage später festgenommene Angreifer gibt an, im Namen seiner „Religion“ gehandelt zu haben. Er wird aber als nicht schuldfähig eingestuft und in die Psychiatrie eingewiesen.

März 2012: Südfrankreich

Der Islamist Mohamed Merah ermordet in Toulouse und Montauban in Südfrankreich insgesamt drei Soldaten. Einige Tage später tötet er vor einer jüdischen Schule drei Kinder und einen Lehrer. Merah wird später von Polizisten erschossen.




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