Letztes Update am Di, 06.06.2017 18:36

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen schließen überwiegend in Verlustzone



Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Dienstag einheitlich mit teils klaren Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Eurozonen-Leitindex, Euro-Stoxx-50, fiel um 0,71 Prozent auf 3.554,18 Punkte. In Frankfurt sank der DAX noch deutlicher um 1,04 Prozent auf 12.690,12 Einheiten. Der Londoner FT-SE-100 konnte sein Minus hingegen auf knappe minus 0,01 Prozent eindämmen und schloss bei 7.524,96 Zählern.

Auch wenn die Anlegerstimmung in der Eurozone dem Beratungsunternehmen sentix zufolge immer besser wird und die Einzelhandelsumsätze im April weiter gestiegen sind, dürften in Europa Konjunkturdaten heute kaum Impulse geliefert haben. Im Fokus der Anleger standen politische Unsicherheiten, die sich von den bevorstehenden Parlamentswahlen in Großbritannien über steigende Spannungen in der Golfregion bis hin zur bevorstehenden Anhörung des entlassenen FBI-Chefs James Comey erstreckten.

Der Ölpreis hat heute erneut etwas nachgegeben. Marktbeobachter fürchten, die diplomatische Krise zwischen Katar und anderen arabischen Ländern könnte die vereinbarten Förderbeschränkungen bei der Rohölproduktion gefährden. Darüber hinaus könnte sich auch der angekündigte Ausstieg der USA aus dem Klimavertrag von Paris auf den Ölpreis auswirken: In Folge des Ausstiegs könnten nämlich auch die Fördermengen in den USA angehoben werden.

Bei den Einzelwerten gehörten im Euro-Stoxx-50 heute vor allem Papiere aus dem Energiesektor zu den Gewinnern. An der Spitze des Leitindex für die Eurozone standen die Aktien von Engie mit einem Plus von 1,04 Prozent, jene von Enel mit plus 1,40 Prozent und die Papiere von E.ON mit einem klaren Plus von 2,76 Prozent.

Am schwächeren Ende des Euro-Stoxx-50 fanden sich neben Bankenwerten auch Anteilsscheine aus der Industrie. Die Volkswagen-Anteile fielen um 1,89 Prozent. Nachdem sich der Streit um Manipulationen bei Dieselfahrzeugen nun auch auf die Konzernmarke Audi ausweiten könnte, gerät ein Großaktionär von VW, das Emirat Katar, zunehmend in Isolation. Auch der Branchenkollege BMW ging mit minus 1,28 Prozent klar schwächer aus dem Handel.

Noch hinter VW schlossen die Aktien des Chemiekonzerns Bayer (minus 2,22 Prozent) und als Schlusslicht im Euro-Stoxx-50 gingen die Papiere von CRH (minus 2,28 Prozent) aus dem Handel. Händlern zufolge machen sich unter Anlegern neue Rechtssorgen um die Deutsche Bank breit. Die Aktien der deutschen Großbank fielen um 1,67 Prozent.

~

Index Änderung Änderung Zuletzt

Punkte Prozent Wien ATX 3.171,60 13,87 0,44 3.157,73 Frankfurt DAX 12.690,12 -132,82 -1,04 12.822,94 London FT-SE-100 7.524,95 -0,81 -0,01 7.525,76 Paris CAC-40 5.269,22 -38,67 -0,73 5.307,89 Zürich SPI 10.154,64 -135,46 -1,32 10.290,10 Mailand FTSEMIB 20.760,01 38,97 0,19 20.721,04 Madrid IBEX-35 10.879,70 -5,00 -0,05 10.884,70 Amsterdam AEX 521,71 -2,73 -0,52 524,44 Brüssel BEL-20 3.878,26 -22,09 -0,57 3.900,35 Stockholm SX Gesamt 1.637,90 0,00 0,00 1.637,90 Europa Euro-Stoxx-5 3.554,18 -25,37 -0,71 3.579,55

0

Euro-Stoxx 384,18 -2,36 -0,61 386,54 ~

~ ISIN EU0009658145 ~ APA501 2017-06-06/18:32




Kommentieren