Letztes Update am Di, 06.06.2017 17:00

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Angreifer versetzt Hunderte in Pariser Innenstadt in Terrorangst



Paris (APA/Reuters/AFP) - Ein Hammerangriff auf Polizisten im Zentrum von Paris hat am Dienstag Hunderte Touristen und Einheimische in Terrorangst versetzt. Der Mann habe vor der Kathedrale Notre Dame drei Polizisten bedroht und auf einen von ihnen eingeschlagen, teilte Innenminister Gerard Collomb mit. Die Kollegen des Angegriffenen hätten daraufhin Schüsse abgegeben. Der Attentäter habe gerufen: „Das ist für Syrien“.

Er habe einen algerischen Studentenausweis bei sich getragen und wahrscheinlich allein gehandelt. Seine Papiere würden nun überprüft. Der Angreifer habe neben dem Hammer zudem noch Küchenmesser bei sich geführt, fügte Collomb hinzu. Der Mann wurde Polizeiangaben zufolge in ein Krankenhaus eingeliefert. Ein Beamter sei verletzt worden. Eine Anti-Terror-Einheit nahm die Ermittlungen auf. Vonseiten der Ermittler hieß es, der Mann habe sich zur Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannt.

Die Lage vor der Kathedrale sei wieder unter Kontrolle, sagte Collomb. Die Polizei sicherte das Gebiet um Notre Dame ab. Das Gotteshaus wird jedes Jahr von Millionen Touristen besucht. Rund 900 Menschen durften die Kirche zunächst nicht verlassen. „Ein Urlauber schrieb auf Twitter: „Eingeschlossen in der Kathedrale Notre Dame, nachdem Polizei auf einen Mann schoss. Wir sind hier mit unseren zwei angsterfüllten Kindern.“

Am Sonntag findet in Frankreich die erste Runde der Parlamentswahlen statt. Bei mehreren Anschlägen seit Anfang 2015 wurden mehr als 230 Menschen getötet. Derzeit gilt der Ausnahmezustand. In London töteten am Samstagabend mehrere islamistische Attentäter sieben Menschen unter anderem durch Messerattacken.




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