Letztes Update am Mi, 07.06.2017 07:21

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Österreich unterstützt Entminungsprojekte in Ukraine mit 1 Mio. Euro



Wien (APA) - Der Ministerrat beschließt am Mittwoch die Bereitstellung von einer Million Euro für die Ostukraine. Damit sollen Maßnahmen des Roten Kreuzes (IKRK) „zum Schutz der Zivilbevölkerung im Bereich der Entminung und der Rehabilitation von Minenopfern“ unterstützt werden, hieß es aus dem Büro von Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP), der selbst am Mittwoch in der Ukraine weilte.

Das Geld stamme jeweils etwa zur Hälfte aus dem Auslandskatastrophenfonds (AKF) und von der Österreichischen Agentur für Entwicklungszusammenarbeit (Austrian Development Agency/ADA).

Das Außenministerium verweist auf die sich verschlechternde humanitäre Situation in der Ostukraine wegen des bewaffneten Konflikts, in dem bereits an die 10.000 Menschen getötet wurden. Rund 3,8 Millionen Ukrainer benötigen demnach humanitäre Hilfe; von ihnen leben 2,3 Millionen in den von Separatisten kontrollierten Gebieten.

Gerade entlang der Kontaktlinie zwischen den von der Regierung und den prorussischen Separatisten kontrollierten Gebieten sind Menschen der Gefahr von Landminen und explosiven Munitionsrückständen ausgesetzt. Rund 700.000 Menschen überschreiten die Kontaktlinie monatlich, etwa um Lebensmittel oder Medikamente zu besorgen oder Verwandte zu sehen.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Österreich sei Mitinitiator und aktiver Vertragsstaat des Übereinkommens über das Verbot des Einsatzes, Lagerung, der Herstellung und der Weitergabe von Antipersonenminen sowie deren Vernichtung und habe 2017 die Präsidentschaft der Anti-Minenkonvention inne, hieß es. 162 Staaten haben die sogenannte Ottawa-Konvention unterzeichnet, auch die Ukraine. Russland und die USA zählen dagegen nicht zu den Unterzeichnerstaaten.




Kommentieren