Letztes Update am Mi, 07.06.2017 10:36

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Österreichs Textilindustrie hält sich dank Exporten



Wien (APA) - Österreichs Textilindustrie hält sich dank Exporten am Leben. 71 Prozent des Umsatzes werden im Ausland erwirtschaftet. Seit 2009 haben die Exporte um ein Viertel auf rund 1 Mrd. Euro zugelegt und damit die Absatzeinbußen im Inland wettgemacht, schreibt Bank-Austria-Analyst Günter Wolf in einem heute Mittwoch veröffentlichten Bericht.

Auch heuer könnten Ausfuhren, vor allem nach Frankreich, Polen, Ungarn und Tschechien, der Branche einen geringfügigen Zuwachs bescheren, obwohl in Österreich keine Wachstumsimpulse zu erwarten sind. Bis März ist der Inlandsumsatz schon um sechs Prozent zurückgegangen. Auch der deutsche Markt, wohin 28 Prozent der heimischen Exporte gehen, schwächelt derzeit.

Wachstumstreiber für die österreichische Branche sind Textilien für technische Anwendungen, die auch im Vorjahr zulegten, obwohl der Umsatz der gesamten Branche um ein Prozent auf 1,4 Mrd. Euro zurückgegangen ist. In den ersten zwei Monaten 2017 gab es bei Textilien für technische Anwendungen 13 Prozent Plus. Webereien, Textilveredler, Spinnereien und Hersteller von Strickstoffen sehen hingegen teils starke Umsatzrückgänge.

Österreichs Textilindustrie kann nur durch hohe Produktivität und qualitativ hochwertige Produkte punkten, schreibt Wolf. Die Wertschöpfung liegt mit 60.000 Euro pro Beschäftigtem um die Hälfte über dem EU-Schnitt (39.000 Euro). Ein Prozent des Umsatzes gehen in die Forschung.




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