Letztes Update am Mi, 07.06.2017 10:48

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutsches Finanzministerium: Schwarzarbeit bleibt ein Mega-Problem



Berlin (APA/Reuters) - Die Schwarzarbeit bleibt in Deutschland trotz aller Bemühungen zu ihrer Eindämmung ein großes Problem. Das Bundeskabinett verabschiedete am Mittwoch nach Angaben aus Regierungskreisen den 13. Bericht des Finanzministeriums über die Auswirkungen des Gesetzes gegen Schwarzarbeit.

Die Schadenssumme in Verbindung mit illegaler Beschäftigung belief sich demnach 2016 auf insgesamt 875,6 Mio. Euro nach 799,1 Mio. Euro im Jahre 2013. Insbesondere die lohnintensiven Wirtschaftszweige wie der Bau, das Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe, der Transport- und Reinigungsbereich sowie die Fleischwirtschaft sind von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung betroffen.

Die Zahl der bei der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls (FKS) abgeschlossenen Ermittlungsverfahren wegen Straftaten in diesem Bereich nahmen von 2013 bis 2016 von 94.962 auf 107.080 zu. Auch die Summe der Geldstrafen, -bußen und Verwarngelder wuchs in dem Vier-Jahres-Zeitraum von 70,8 Mio. Euro auf 82,8 Mio. Euro.

Dennoch kam das Ministerium unter Berufung auf das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung der Universität Tübingen zu dem Ergebnis, dass sich der Umfang der Schattenwirtschaft in Deutschland in den letzten Jahren tendenziell verringert habe. In dem Bericht ist mit Blick auf Expertenschätzungen von einem Umfang der Schattenwirtschaft in Deutschland die Rede, der von 341 Mrd. Euro im Jahre 2013, also gut zwölf Prozent des Bruttoinlandsprodukts, leicht auf 336 Mrd. Euro im Jahre 2015 - also 10,8 Prozent der Wirtschaftsleistung - gesunken sein soll. Mit der Größe der Schattenwirtschaft liegt Deutschland dem Bericht zufolge unter den Industrieländern im Mittelfeld.




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