Letztes Update am Mi, 07.06.2017 10:51

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


„Die Mumie“-Kollegin über Tom Cruise: „Alle dachten, er ist verrückt“



Hollywood (APA) - In einer Neuinterpretation des Horror-Klassikers „Die Mumie“ legt sich Tom Cruise mit einer wütenden Mumien-Prinzessin an. Der 54-Jährige ist dafür bekannt, seine waghalsigen Stunts selbst zu übernehmen - und nicht weniger erwartete er von seinen Kollegen, die für Interviews mit der APA in Los Angeles erschienen waren. „Er gibt einem Vertrauen und Eifer“, so Co-Darsteller Jake Johnson.

18 Jahre nach dem ersten Teil der „Mumie“-Trilogie mit Brendan Fraser tritt ?Tom Cruise in dessen Fußstapfen und bekommt es mit einer zornigen ägyptischen Prinzessin (Sofia Boutella) zu tun, die vor 2.000 Jahren tief unter der Wüste begraben wurde, weil sie zu machthungrig gewesen war. In ihren Augen ihres rechtmäßigen Schicksals beraubt, bahnt sie sich nun rachedurstig aus ihrem Grab in die Gegenwart. Es wird an dem Abenteurer Nick Morton (Cruise) liegen, die Menschheit vor ihrer Zerstörungswut zu retten. Dr. Henry Jekyll (Russell Crowe) prophezeit Nick und seinem Team daraufhin eine neue Welt der Götter und Monster.

Die Mumie wird zum ersten Mal von einer Frau verkörpert, gespielt von der algerischen Schauspielerin Sofia Boutella („Star Trek Beyond“). „Ich liebe die Tatsache, dass das Monster eine Frau ist“, sagte Boutella zur APA. „Das ist einer der Aspekte, die mich dazu veranlasst haben, den Film zu machen.“ Eine Frau, die nicht glücklich ist, sei „gar nicht gut“, lachte die 35-Jährige. „Das weiß jeder!“

Die Neuauflage des Klassikers von Universal Pictures unter der Regie von Alex Kurtzman (43, „Mission: Impossible 3“) nach einem Drehbuch von David Koepp („Mission: Impossible“) und Christopher McQuarrie („Mission: Impossible 5“) verspricht mehr Action als die Version aus dem Jahr 1999 und markiert den Beginn des „Dark Universe“, einer Reihe von Neuverfilmungen der alten ikonischen Monsterfilme der 1920er- bis 1950er-Jahre, also u.a. „Frankensteins Braut“, „Der Unsichtbare“, „Dracula“, „Das Phantom der Oper“ und eben auch „Die Mumie“ aus dem Jahr 1932.

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„Ich denke, wenn Sie etwas mit Tom Cruise machen, dann wissen Sie, dass es irgendeine Art von Action beinhalten wird“, erzählte Annabelle Wallis (32), die eine Archäologin an der Seite von Cruise spielt. Cruise ist bekannt für abenteuerliche Stunts, die in jüngster Zeit vor allem Flugzeuge beinhalten. Für den teils in Wien gedrehten Actionfilm „Mission: Impossible 5“ (2015) etwa hat sich der Hollywoodstar an die Außenseite eines abhebenden Flugzeugs geschnallt.

Für eine „Mumie“-Sequenz in einem abstürzenden Flugzeug hat Cruise nun in Schwerelosigkeit mit einer Mannschaft von 50 Leuten gefilmt. Es brauchte zwei Tage, vier Höhenflüge und 64 Takes, bis die Szene schließlich im Kasten war. „Es war körperlich sehr anstrengend“, sagte Wallis. Der Stunt sei bis dahin noch nie zuvor auf diese Art und Weise gemacht worden. „Ich glaube, alle dachten, er ist verrückt geworden“, erinnerte sich Wallis an den Moment, als Cruise die Idee aufbrachte und darauf bestand, alles „in echt“ drehen zu wollen. „Ich war sehr froh zu wissen, dass er zur Stelle war, um meine Haare zurückzuhalten wenn nötig, aber zum Glück ist das nicht passiert“, lachte die Britin in Anspielung darauf, dass einigen an Bord schlecht geworden ist.

Laut Jake Johnson (39), der den Sidekick von Cruise spielt, habe der Star die anderen Schauspieler dazu ermutigt, ihre eigenen Stunts zu machen. Für die Eröffnungsszene, in der Johnson mit Cruise durch die afrikanische Wüste reitet, musste der aus „New Girl“ bekannte US-Schauspieler fünf Monate lang zwei Mal pro Woche auf Pferden trainieren. „Ich sagte den Produzenten, dass ich nicht reiten kann und kein Fan von großen Tieren bin, vielleicht kann das doch ein Stunt-Kerl machen. Und Tom sagte ‚Nein, du wirst das Pferd reiten‘.“ Dementsprechend sei er vor dem Dreh nervös gewesen. „Aber dann arbeitet man mit ihm (Cruise, Anm.) und er ist so begeistert davon, dass man - sobald es zu diesen schreckenerregenden Stunts kommt - fast schon ekstatisch ist, weil man ein Teil von diesem Abenteuer ist. Erst wenn er weg ist, wird man zurück in die Realität geworfen und kann nicht glauben, was man gerade getan hat. Aber wenn er da ist, fühlt man sich, als ob alles möglich wäre.“

(Die Gespräche führte Marietta Steinhart/APA.)

(S E R V I C E - „Die Mumie“ läuft morgen, Donnerstag, in den österreichischen Kinos an. www.diemumie.at; www.themummy.com)

(A V I S O - Die APA plant, am morgigen Donnerstag eine ausführliche Kritik zu „Die Mumie“ zu versenden.)




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