Letztes Update am Mi, 07.06.2017 11:06

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Drei Selbstmordattentäter sprengten sich in Teheran in die Luft



Teheran (APA/AFP/dpa) - Bei den offenbar koordinierten Angriffen in Teheran haben sich insgesamt drei Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Nachdem bereits eine Frau am Mausoleum von Ayatollah Khomeini und einer der bewaffneten Angreifer im Parlament einen Sprengstoffgürtel gezündet hatten, habe sich ein „zweiter Terrorist“ beim Grabmal in die Luft gesprengt, meldete das iranische Staatsfernsehen Irib am Mittwoch.

Die iranische Regierung stuft die Angriffe auf das Parlament und das Grabmal des Revolutionsführers Ayatollah Ruhollah Khomeini als Doppelanschlag ein. Terroristen hätten die Attentate verübt, erklärte das Geheimdienstministerium am Mittwoch dem staatlichen Fernsehen zufolge.

Nach jüngsten Meldungen der Nachrichtenagentur Tasnim wurden bei dem Angriff auf das Parlament sieben Menschen getötet. Vier weitere Menschen würden in den oberen Stockwerken des Gebäudes als Geiseln festgehalten. Die Identität der Angreifer und ihre Motive waren zunächst nicht klar.

Der Anschlag ereignete sich, während die Abgeordneten gerade eine Sitzung abhielten. Fernsehbilder zeigten, wie die Parlamentarier ungerührt ihre Debatte fortsetzten, während draußen Schüsse zu hören waren. Parlamentspräsident Ali Larijani bezeichnete die Angriffe als „nebensächliche Angelegenheit“ und zeigte sich überzeugt, dass die Sicherheitskräfte damit fertig werden würden.




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