Letztes Update am Mi, 07.06.2017 11:30

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fischotter - Beschwerde beim Landesverwaltungsgericht NÖ



St. Pölten (APA) - WWF und Ökobüro haben laut einer Aussendung am Mittwoch beim Landesverwaltungsgericht NÖ eine Beschwerde gegen den Bescheid eingebracht, der seit 3. April den Abschuss von 40 Fischottern in Niederösterreich erlaubt. Entscheidungen wie diese müssten nach Ansicht der NGOs eine Naturverträglichkeitsprüfung durchlaufen.

WWF und Ökobüro sehen den Bescheid ohne ausreichende fachliche Grundlagen und ohne Einbindung von Naturschutzorganisationen erlassen. Sie fordern die Prüfung der Naturverträglichkeit und zudem Aarhus-Parteistellung.

„Seit Jahren blockiert eine Phalanx aus Bundes- und Landespolitik mit Unterstützung von Kammerfunktionären die vollständige Umsetzung der Aarhus-Konvention, die renommierten NGOs Mitsprache und Rechtsschutz in nicht UVP-pflichtigen, also kleineren bis mittelgroßen, Umweltverfahren einräumt“, kritisierte Ökobüro-Geschäftsführer Thomas Alge. „Obwohl die Tötung der Fischotter keine Lösung darstellt, unserer Meinung nach EU-Recht widerspricht und sogar kontraproduktiv sein könnte, hatten wir keine Chance bei der Landesregierung ein Veto gegen den Bescheid einzulegen“, ergänzte Christian Pichler vom WWF.

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