Letztes Update am Mi, 07.06.2017 13:15

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Immobilienpreise zeigten 2016 moderat nach oben



Wien (APA) - Wohnimmobilien haben sich 2016 im österreichweiten Schnitt nur leicht verteuert. Einfamilienhäuser kosteten mit 1.795,12 Euro pro Quadratmeter um 1,1 Prozent mehr als im Jahr davor. Die Preise für gebrauchte Wohnungen stiegen mit 1,4 Prozent (1.575,05 Euro/m2) wesentlich stärker als für neue (plus 0,8 Prozent auf 2.447,50 Euro/m2), zeigt der Immobilienpreisspiegel 2017 der Wirtschaftskammer.

„Über alle Immobilienarten haben wir eine sehr verlangsamte Preissteigerung - Ausreißer aus dieser gemäßigten Entwicklung haben wir nur bei Grundstücken für Einfamilienhäuser“, fasste der Obmann des Fachverbandes der Immobilientreuhänder der WKÖ, Georg Edlauer, am Mittwoch in einer Pressekonferenz zusammen. Baugrundstücke verteuerten sich österreichweit im Schnitt um 3,7 Prozent auf 238,53 Euro pro Quadratmeter. Insgesamt würden sich die Immobilienpreise auch „in nächster Zeit nicht sehr viel nach oben bewegen“, erwartet der stellvertretende Fachverbandsobmann in der WKÖ und Fachgruppenobmann in der Wirtschaftskammer Steiermark, Gerald Gollenz. 2016 wurden 116.777 Kaufverträge für Immobilien abgeschlossen.

Auch für Nicht-Eigentümer wurde Wohnen teurer: Die Nettomieten erhöhten sich hierzulande um 2,8 Prozent auf 7,50 Euro pro Quadratmeter. Beim Kaufen und beim Mieten gibt es regional sehr große Unterschiede bei den Preisen.

So zogen etwa die Häuserpreise in Wien und Eisenstadt mit einem Plus von jeweils 4,7 Prozent auf durchschnittlich 2.502 bzw. 1.563,20 Euro pro Quadratmeter am stärksten an. Preisrückgänge waren dafür bei Einfamilienhäusern in Innsbruck und Linz zu verzeichnen - mit einem Minus von 1,3 Prozent auf im Schnitt 2.800 Euro je Quadratmeter bzw. 0,3 Prozent auf 2.047,90 Euro.

Einen regelrechten Preisschub nach oben gab es hingegen bei gebrauchten Eigentumswohnungen in Wien und Eisenstadt - mit einem Plus von jeweils 5,6 Prozent auf durchschnittlich 2.669,70 Euro bzw. 1.290,50 Euro pro Quadratmeter. Doch auch in Bregenz kosteten gebrauchte Wohnungen im abgelaufenen Jahr um 4,6 Prozent mehr (2.035,10 Euro/m2). Spitzenreiter bei den Preisen in diesem Segment war Innsbruck mit durchschnittlich 2.759,50 Euro pro Quadratmeter (plus 2 Prozent gegenüber 2015) - gefolgt von Wien und Salzburg (2.656,80 Euro/m2). Am billigsten waren die Bleiben in Eisenstadt, Klagenfurt (1.357,90 Euro/m2) und St. Pölten (1.384,20 Euro/m2).

Deutlich mehr zu zahlen als ein Jahr davor war 2016 auch für neu errichtete Eigentumswohnungen in Bregenz (plus 3,8 Prozent auf 3.474,20 Euro/m2) und Eisenstadt (plus 3,6 Prozent auf 1.904,30 Euro/m2). In St. Pölten verteuerte sich diese Immobilienkategorie um 2,9 Prozent auf 1.865 Euro pro Quadratmeter. Am teuersten kamen neue Wohnungen in Salzburg (4.131,50 Euro/m2), Wien (3.817,90 Euro/m2), Innsbruck (3.718,90 Euro/m2), Bregenz (3.474,20 Euro/m2) und - mit deutlichem Abstand - Graz (2.846,70 Euro/m2). Das Schlusslicht bildeten St. Pölten (1.865 Euro/m2), Eisenstadt (1.904,30 Euro/m2) und Klagenfurt (2.276,40 Euro/m2).

( 0587-17, Format 88 x 152 mm)




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