Letztes Update am Mi, 07.06.2017 11:45

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen präsentieren sich zu Mittag durchwachsen



Frankfurt am Main (APA) - Spekulationen um den morgigen EZB-Zinsentscheid hat an den europäischen Leitbörsen am Mittwochnachmittag für etwas Bewegungen gesorgt. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 stieg um 15,40 Einheiten oder 0,43 Prozent auf 3.569,58 Punkte.

Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.20 Uhr mit 12.729,45 Punkten und plus 39,33 Einheiten oder 0,31 Prozent. Der FTSE-100 der Börse London verlor um 6,34 Zähler oder 0,08 Prozent und steht nun bei 7.518,61 Stellen.

Am Vormittag hatten sich Investoren noch in Deckung gehalten. Denn am Donnerstag wird in Großbritannien neu gewählt, und der ehemalige FBI-Chefs James Comey wird seine Aussage vor dem US-Senat machen.

Vor diesem Hintergrund fanden Konjunkturdaten kaum Beachtung. Veröffentlicht wurden an diesem Mittwoch bereits jüngste Zahlen zum Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe Deutschlands, die stärker als erwartet gesunken waren. Demgegenüber hat die spanische Industrie ihre Produktion im April schwächer als erwartet gesteigert.

In den Fokus rückten Berichte in denen es heißt, die Europäische Zentralbank (EZB) rechne bis 2019 mit einer schwächeren Inflation und einem stärkeren Wirtschaftswachstum als bisher gedacht. Die Notenbank werde bei ihrer nächsten Schätzung die Inflationsentwicklung bis zum Jahr 2019 senken.

Branchenseitig reagierten daraufhin vor allem die Bankwerte positiv. Favorisiert wurden unter den Bankaktien vor allem französische Banken wie Societe Generale und BNP Paribas, die jeweils um mehr als zweieinhalb Prozent zulegten. Gefragt waren zudem die Papiere der BBVA mit plus 1,88 Prozent, sowie die von ING und Barclays mit jeweils 1,65 Prozent.

Zudem reagierten Anleger des Banksektors erleichtert darauf, dass die spanische Großbank Santander den in finanzielle Schieflage geratenen Konkurrenten Banco Popular Espanol für einen symbolischen Euro übernimmt. Wegen des Zukaufs wird das Kapital über die Ausgabe neuer Aktien um sieben Milliarden Euro erhöht. Während die Papiere der Santander-Bank um 1,59 Prozent nachgaben, blieben die Banco-Popular-Aktien vom Handel ausgesetzt.

AstraZeneca gaben in London um 1,47 Prozent nach. Der Pharmakonzern verkauft seine Rechte am Migränemedikament Zomig an das Pharmaunternehmen Grünenthal. Tate & Lyle verloren nach einer Abstufung durch das US-Analysehaus Jefferies 1,26 Prozent. Analyst Martin Deboo nahm sein Kaufurteil für die Aktie des Zuckerproduzenten zurück und senkte sein Kursziel. Die Aktie sei nach dem jüngsten Kursanstieg ausreichend bewertet und zudem dürfte das Preisklima 2018 rauer werden, schrieb er.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA314 2017-06-07/13:41




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