Letztes Update am Mi, 07.06.2017 14:12

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


US-Vertreter - Vormarsch gegen IS in Raqqa wird beschleunigt



Raqqa (Rakka) (APA/Reuters) - Die von den USA geführte Allianz hat eine Beschleunigung ihres Kampfes gegen die radikal-islamische IS-Miliz im syrischen Raqqa angekündigt. Der Einsatz sei in vollem Gange, sagte der US-Vertreter bei der Allianz, Brett McGurk, am Mittwoch in der irakischen Hauptstadt Bagdad. Es sei ähnlich wie die Lage im irakischen Mosul, wo die Armee massiv gegen den IS vorgeht.

„Das sind entscheidende Elemente bei der endgültigen Niederlage von Daesh, aber es wird eine langfristige Anstrengung sein“, sagte McGurk und verwendete die arabische Abkürzung für die Terrormiliz „Islamischen Staat“ (IS). Der IS halte noch ein letztes Viertel von Mosul und habe bereits einen Teil der nordsyrischen Stadt Raqqa verloren, die die Extremisten zur Hauptstadt des von ihnen ausgerufenen Kalifats erklärt hatten. „Und die Raqqa-Kampagne wird von jetzt an nur schneller vorankommen“, sagte McGurk.

In Syrien verschärften sich die Spannungen zwischen den USA und einer Allianz um den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad, der Russland, Iran sowie die libanesische Hisbollah-Miliz angehören. Die USA haben nach russischer und syrischer Darstellung bei der Stadt At Tanf im Süden des Landes Kämpfer angegriffen, die vom Iran unterstützt werden und an der Seite Assads stehen. Der Angriff vom Dienstag verstoße gegen internationales Recht, kritisierte der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge.

Syrischen Militärkreisen zufolge wurden dabei mehrere Menschen getötet sowie Ausrüstung zerstört. Das syrische Militärkommando warnte vor einer drohenden Eskalation. Eine Pro-Assad-Militärallianz drohte damit, US-Stellungen in Syrien anzugreifen. Die Erklärung im Namen der „Kommandeure im Einsatzgebiet der mit Syrien verbündeten Einheiten“ wurde von der Hisbollah verbreitet. Ob sie auch von Russland und dem Iran unterzeichnet war, blieb unklar.

Die USA hatten ihren Luftangriff damit begründet, dass die Einheiten eine Bedrohung für die USA und die von ihnen unterstützten Kräfte im Süden Syriens dargestellt hätten. Es war bereits der zweite Luftangriff dieser Art in drei Wochen.




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