Letztes Update am Mi, 07.06.2017 15:21

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Merkel: Incirlik-Abzug ist keine weitere Eskalation mit der Türkei



Berlin/Ankara (APA/dpa) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht im geplanten Abzug der Bundeswehr aus dem türkischen Incirlik keine neue Eskalationsstufe im gespannten Verhältnis zwischen Berlin und Ankara. „Ich sehe das sehr lokalisiert, dieses eine Thema“, sagte sie am Mittwoch nach einem Treffen mit dem bulgarischen Ministerpräsidenten Boiko Borissow in Berlin.

Eine Verschlechterung der Beziehungen ergebe sich ihrer Ansicht nach nicht aus dem Abzugsbeschluss, der „schnellstmöglich umgesetzt“ werde. Merkel betonte aber auch: „Wir müssen im Gespräch bleiben mit der Türkei.“

Die deutsche Regierung hatte am Morgen ohne Diskussion den Plan von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gebilligt, die 260 auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik stationierten Soldaten mit ihren „Tornado“-Aufklärungsjets und einem Tankflugzeug zu verlegen. Die Truppe soll sich künftig vom jordanischen Stützpunkt Al-Asrak aus am Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) beteiligen. Der Stützpunkt liege nahe der Südgrenze Syriens.

Grund für den Abzug ist ein Besuchsverbot für deutsche Bundestagsabgeordnete in Incirlik. Die türkische Regierung hatte damit auf die Asylgewährung für türkische Soldaten in Deutschland reagiert.

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