Letztes Update am Mi, 07.06.2017 16:12

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutsches Bündnis für Entschädigung aller vom VW-Skandal Betroffenen



Berlin/Wolfsburg (APA/AFP) - In Deutschland drängt ein Bündnis aus Politikern und Umweltschützern die Regierung zum Schutz von Betroffenen des VW-Abgasskandals und fordert eine Entschädigung nach US-Vorbild. Es könne nicht sein, dass 2,5 Millionen Verbraucher in Deutschland betrogen und von dem Konzern und der Regierung „völlig allein gelassen werden“, erklärte die Grünen-Politikerin Renate Künast.

Das Aktionsbündnis gründete sich am Mittwoch in Berlin. „Wir werden jetzt mit breiter Brust den Druck auf VW und die Politik deutlich erhöhen“, erklärte der Grünen-Politiker Hartmut Bäumer, einer der Gründer des Bündnisses.

Volkswagen hatte im September 2015 Abgasmanipulationen bei weltweit elf Millionen Dieselautos zugeben müssen. Anders als in den USA verweigert der Autobauer deutschen Käufern von manipulierten Diesel-Fahrzeugen bisher allerdings eine Entschädigung.

Axel Friedrich von der Umweltorganisation ICCT, die den Abgasskandal mit aufgedeckt hatte, forderte ebenfalls die Politik zum Handeln auf. „Die durch den Betrug verursachten Gesundheits- und Umweltschäden können nicht einfach so hingenommen werden“, erklärte er. Neben Entschädigungen für alle Betrugsopfer fordert das Bündnis unter anderem, dass alle betroffenen Fahrzeuge auf Kosten des VW-Konzerns umgerüstet werden.

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