Letztes Update am Mi, 07.06.2017 18:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Börsen schließen wenig bewegt vor ereignisreichem Donnerstag



Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch kurz vor Börsenschluss noch ins Minus getrudelt, zeigten sich aber wenig verändert. Der Euro-Stoxx-50 schließt um 5,34 Einheiten oder 0,15 Prozent tiefer auf 3.548,84 Zähler.

Die EZB werde wahrscheinlich ihre Inflationsprognose einen Tick nach unten schrauben und ihre Wachstumsprognose etwas erhöhen. Den Insidern zufolge werden die Veränderungen voraussichtlich eher klein ausfallen. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, die EZB rechne bis 2019 von einer schwächeren Inflation und einem stärkeren Wirtschaftswachstum als bisher gedacht. Die Meldung dürfte die Leitbörsen zwischenzeitlich angeschoben haben. Nach der Relativierung kamen sie wieder zurück.

Außerdem haben sich Investoren vor dem ereignisreichen Donnerstag noch in Deckung gehalten. Denn dann wird neben dem EZB-Entscheid, in Großbritannien neu gewählt, und der ehemalige FBI-Chefs James Comey wird seine Aussage vor dem US-Senat machen.

Vor diesem Hintergrund fanden Konjunkturdaten kaum Beachtung. Veröffentlicht wurden an diesem Mittwoch bereits jüngste Zahlen zum Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe Deutschlands, die stärker als erwartet gesunken waren. Demgegenüber hat die spanische Industrie ihre Produktion im April schwächer als erwartet gesteigert.

Branchenseitig reagierten vor allem die Bankwerte positiv. Favorisiert wurden unter den Bankaktien Societe Generale (plua 1,63 Porzent) und BBVA (plus 2,03 Prozent). Gefragt waren zudem die Papiere der BNP Paribas mit plus 1,65 Prozent sowie Barclays mit plus 0,59 Prozent.

Zudem reagierten Anleger des Banksektors erleichtert darauf, dass die spanische Großbank Santander den in finanzielle Schieflage geratenen Konkurrenten Banco Popular Espanol für einen symbolischen Euro übernimmt. Wegen des Zukaufs wird das Kapital über die Ausgabe neuer Aktien um sieben Milliarden Euro erhöht. Während die Papiere der Santander-Bank um 0,89 Prozent nachgaben, blieben die Banco-Popular-Aktien vom Handel ausgesetzt.

Daneben legten auch Versorger kräftig zu. RWE und E.ON gewannen jeweils über fünf Prozent. Nach dem Kippen der Brennelementsteuer durch das deutsche Bundesverfassungsgericht waren sie nach oben geschnellt. Auch Enel (plus 0,33 Prozent) und E.D.F. (plus 2,17 Prozent) präsentierten sich in der Gewinnzone.

AstraZeneca gaben in London um 1,14 Prozent nach. Der Pharmakonzern verkauft seine Rechte am Migränemedikament Zomig an das Pharmaunternehmen Grünenthal.

Tate & Lyle verloren nach einer Abstufung durch das US-Analysehaus Jefferies 1,26 Prozent. Analyst Martin Deboo nahm sein Kaufurteil für die Aktie des Zuckerproduzenten zurück und senkte sein Kursziel. Die Aktie sei nach dem jüngsten Kursanstieg ausreichend bewertet und zudem dürfte das Preisklima 2018 rauer werden, schrieb er.

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Index Änderung Änderung Zuletzt

Punkte Prozent Wien ATX 3.182,12 10,52 0,33 3.171,60 Frankfurt DAX 12.672,49 -17,63 -0,14 12.690,12 London FT-SE-100 7.478,62 -46,33 -0,62 7.524,95 Paris CAC-40 5.265,53 -3,69 -0,07 5.269,22 Zürich SPI 10.123,61 -31,03 -0,31 10.154,64 Mailand FTSEMIB 20.739,91 -20,10 -0,10 20.760,01 Madrid IBEX-35 10.871,70 -8,00 -0,07 10.879,70 Amsterdam AEX 523,10 1,39 0,27 521,71 Brüssel BEL-20 3.906,81 28,55 0,74 3.878,26 Stockholm SX Gesamt 1.640,54 2,64 0,16 1.637,90 Europa Euro-Stoxx-5 3.548,84 -5,34 -0,15 3.554,18

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Euro-Stoxx 384,09 -0,09 -0,02 384,18 ~

~ ISIN EU0009658145 ~ APA507 2017-06-07/18:14




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