Letztes Update am Mi, 07.06.2017 18:21

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


IS droht mit weiteren Anschlägen im Iran



Teheran (APA/Reuters) - Nach den Selbstmordanschlägen in der iranischen Hauptstadt Teheran hat die sunnitische Extremistenmiliz IS mit weiteren Attentaten in dem schiitischen Land gedroht. Das „Kalifat wird keine Gelegenheit auslassen, ihr Blut zu vergießen“, bis das islamische Recht der Sharia eingeführt sei, erklärte der IS am Mittwoch.

Die Miliz bekannte sich abermals zu den beiden zeitgleich verübten Anschlägen auf das iranische Parlament und das Grabmal von Revolutionsführer Ayatollah Ruhollah Khomeini. Fünf Kämpfer hätten die Anschläge mit Granaten, Sturmgewehren und Selbstmordwesten ausgeführt. Bei den Angriffen seien fast 60 Menschen getötet oder verletzt worden, erklärten die Extremisten.

Es wäre der erste Anschlag der sunnitischen Extremisten im schiitisch geprägten Iran. Nach iranischen Angaben starben mindestens zwölf Menschen, zahlreiche wurden verletzt. Sechs Kämpfer seien getötet worden oder hätten sich in die Luft gesprengt. Einer von ihnen soll seine Sprengstoffweste im Khomeini-Schrein zu Explosion gebracht haben.




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