Letztes Update am Mi, 07.06.2017 18:57

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Polizei der europäischen Mittelmeerstaaten will enger kooperieren



Lampedusa (APA/AFP) - Die europäischen Mittelmeeranrainer wollen ihre polizeiliche Zusammenarbeit in den Bereichen Migration und Terrorabwehr weiter vertiefen. Auf Einladung Italiens trafen sich am Mittwoch die Polizeichefs aus acht Staaten auf der Mittelmeerinsel Lampedusa. Die teilnehmenden Länder seien auf besondere Weise mit diesen Problemen vertraut, sagte Italiens Polizeichef Franco Gabrielli.

Sie strebten einen „engeren Austausch“ in ihrer Arbeit an. Weitere Teilnehmer des Treffens waren führende Polizeivertreter aus Frankreich, Spanien, Portugal, Griechenland, Kroatien, Slowenien und Zypern.

Italiens Polizeichef Gabrielli sagte, dass es bisher schon auf europäischer Ebene eine „Flut von Informationen“ gebe, die untereinander ausgetauscht würden. Schwierig sei insbesondere, aus diesen Datenmengen beispielsweise jene Terrorverdächtigen herauszufiltern, die letztlich konkrete Anschläge begehen.

Die Polizei will in diesem Bereich gemeinsam an ihrer Methodik arbeiten und sich besser austauschen, sagte Gabrielli. Weitere Themen des Treffens auf Lampedusa waren die Fluchtbewegungen über das Mittelmeer und der Kampf gegen Schlepperbanden, die aus der gefährlichen Überfahrt der Flüchtlinge Profit schlagen. Die Polizeichefs vereinbarten weitere Treffen zu diesen Themen.

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