Letztes Update am Do, 08.06.2017 04:42

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Anti-IS-Allianz stößt in Raqqa auf heftigen Widerstand der Jihadisten



Raqqa (Rakka) (APA/AFP) - Die von den USA gestützten Kämpfer gegen die Jihadistenmiliz IS sind am Mittwoch beim Einmarsch in die syrische IS-Hochburg Raqqa auf heftigen Widerstand gestoßen. IS-Milizionäre nahmen die Kämpfer des kurdisch-arabischen Bündnisses SDF mit schwerer Munition und bewaffneten Drohnen unter Beschuss, berichtete ein AFP-Korrespondent aus Raqqa.

Die SDF-Angehörigen verbarrikadierten Ausfahrtstraßen mit Reifen, um Anschläge mit Autobomben abzuwehren, berichtete er weiter. Sie versuchten, ihre Kampffahrzeuge und Munition vor den Angriffen in Schutz zu bringen. Über dem von den SDF-Einheiten besetzten Stadtteil al-Meshleb stieg Rauch auf.

Ein hochrangiger SDF-Vertreter sprach von „schweren Kämpfen“ in Raqqa. „Sie haben eine Menge Minen in den Wohngebieten gelegt, aber wir kommen voran“, fügte er hinzu. Gedeckt werde der Vormarsch von Luftangriffen der US-geführten internationalen Allianz.

Die syrische Stadt Raqqa gilt als Hochburg der Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) - am Dienstag waren die Einheiten der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) nach einem siebenmonatigen Vormarsch in die Stadt eingedrungen. Sie riefen die Zivilisten in der Stadt auf, sich von den IS-Stellungen und der Front zu entfernen.

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Laut der Anti-IS-Koalition flohen bereits knapp 200.000 Menschen aus Raqqa. Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge befinden sich noch immer 160.000 Zivilisten in der Stadt.




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