Letztes Update am Do, 08.06.2017 08:33

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen zur Eröffnung gut behauptet erwartet



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte dürften sich am Donnerstag vor der britischen Parlamentswahl und Hinweisen zur Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) zunächst etwas erholen. Für den Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 deutet sich ein um 0,17 Prozent höherer Auftakt an. Knapp eine Stunde vor Handelsstart signalisierte der X-DAX als Indikator für den deutschen Leitindex ebenfalls ein Plus von 0,12 Prozent auf 12.688 Punkte.

Neben der anstehenden britischen Wahl hatten zuletzt die politische Unsicherheit in den USA wegen der Anhörung des gefeuerten FBI-Chefs James Comey, die Krise in Nahost sowie ein Ölpreisrutsch die Anleger verunsichert. Zudem warten sie am Nachmittag auf Äußerungen der EZB zur Geldpolitik. Dabei wird es mit Blick auf eine mögliche künftige Straffung vor allem auf die Wortwahl ankommen. Deutlichere Kursschwankungen beim Euro und bei Aktien sind dann möglich.

Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe Deutschlands deutet unterdessen weiter auf einen robusten Aufschwung hin. Im April stieg die Gesamtproduktion stärker als erwartet.

Die Aktien von Heidelberger Druck könnten am Donnerstag nach der Vorstellung einer neuen Wachstumsstrategie einen Blick wert sein. Der Druckmaschinenbauer will weiter durch technologischen Vorsprung und den digitalen Wandel punkten. Der Umsatz soll bis 2022 auf rund 3 Milliarden Euro steigen. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) peilt der Konzern 250 bis 300 Millionen Euro an. Die Heidelberger wollen auch mit Übernahmen den Grundstein für künftige Erfolge legen. Bekannt gegeben wurde nun der Kauf des Europageschäfts mit Lacken und Druckchemikalien von Fujifilm. Im vorbörslichen Handel auf Tradegate stiegen die Papiere zum Xetra-Schluss um rund eineinhalb Prozent.

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Im Fokus stehen zudem die Anteile der Start-Up-Schmiede Rocket Internet. Großaktionär Kinnevik verkaufte 10,9 Millionen Aktien. Vorbörslich ging es um über 3 Prozent abwärts.

Überwiegend positive Expertenkommentare gaben dagegen den Aktien von RWE und E.ON weiteren Auftrieb, nachdem sie bereits am Vortag angesichts der vom Bundesverfassungsgericht gekippten Brennelementesteuer um jeweils mehr als 5 Prozent nach oben geschnellt waren. Nun hoben gleich mehrere Analysten ihre Kursziele für die beiden Versorger an. Goldman und die Deutsche Bank empfahlen zudem die RWE-Papiere zum Kauf, die Societe Generale die E.ON-Aktien.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA051 2017-06-08/08:30




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