Letztes Update am Do, 08.06.2017 09:15

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Jauch zu Quizshows: „Reiz, sich mit anderen zu messen, hört nie auf“



Berlin (APA/dpa) - Günther Jauch (60) bleibt auch im Sommer im Fernsehen präsent: Vom 12. Juni an läuft an fünf Montagen hintereinander die Sommershow „500 - Die Quiz-Arena“. Am 21. August ist Deutschlands populärster Quizmaster mit seinem Dauerbrenner „Wer wird Millionär?“ wieder zurück, also nur sechs Wochen Jauch-Abstinenz haben Fans zu beklagen.

Wie es künftig mit seiner Karriere weitergeht, da lege er sich „ungern fest“, meinte der Moderator gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Immerhin steht im September 2019 der 20. Geburtstag von „Wer wird Millionär?“ an. „Zum Erfolg einer Sendung gehören ja immer drei: Der Zuschauer, dem die Sendung über eine so lange Zeit weiter gefallen soll. Der Sender, der sich das Programm länger wünscht, und ein Moderator, der immer noch großen Spaß an dem Format hat.“ Deshalb freue er sich jetzt auch auf die nächste und die übernächste Staffel, die 2019 endet. „Danach sehen wir weiter.“

Frage: Die Schlagzahl der RTL-Show „500 - Die Quiz-Arena“ wurde von 2016 auf 2017 von fünf auf zehn verdoppelt. Was macht Sie so sicher, dass das Publikum über die ganze Strecke dran bleiben wird?

Günther Jauch: Die Sendung war im letzten Jahr im Sommer sehr erfolgreich, und daran wollen wir anknüpfen. „Wer wird Millionär?“ ist ja schon in der Sommerpause, und manchen wird die Zeit bis zum Start der neuen Staffel am 21. August doch ein bisschen lang. Da passt „500 - die Quiz-Arena“ prima.

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Frage: Hat die erste Staffel nicht erwiesen, dass der Zwei-Millionen-Gewinn nicht ziemlich viel mit Illusion zu tun hat, vielleicht mit mehr Illusion als der Millionen-Gewinn bei „Wer wird Millionär?“ - 500 Fragen am Stück zu beantworten wirkt recht aussichtslos, der beste Kandidat 2016 lag bei 196 beantworteten Fragen...

Jauch: Warum sollte jemand, der fast 200 Fragen übersteht, nicht auch 500 schaffen? Aussichtslos ist das nicht, und bitte bedenken Sie: Die Million bei „Wer wird Millionär?“ wird im Schnitt auch nur alle eineinhalb Jahre gewonnen!

Frage: Das Genre Quiz ist nicht kleinzukriegen - woran liegt das in Ihrer Langzeitbeobachtung?

Jauch: Der Reiz, sich mit anderen zu messen, mehr zu wissen oder auch zu realisieren, wo man Defizite hat, hört nie auf. Und bei „500“ können Sie Gehirnakrobaten zusehen, die ohne ABCD-Antwort-Möglichkeiten und ohne jeden Joker innerhalb von 5 Sekunden die richtige Antwort geben müssen. Das ist geistige Hochseilakrobatik und faszinierende Unterhaltung zugleich.

Frage: Werden Sie mit gleichbleibender Frequenz in die Quizsaison 2017/2018 gehen? Gibt es vielleicht mehr „Wer wird Millionär?“-Sonderausgaben?

Jauch: Das entscheiden wir eher kurzfristig. Aber sicher ist: Auch in der nächsten Staffel von „Wer wird Millionär?“ wird es die beliebten Specials geben.

Frage: Können Sie eine Langfristprognose abgeben, wie lange Sie noch der RTL-Quizmann mit „Wer wird Millionär?“ bleiben werden? Im September 2019 sind es 20 Jahre...

Jauch: Da lege ich mich ungern fest. Zum Erfolg einer Sendung gehören ja immer drei: Der Zuschauer, dem die Sendung über eine so lange Zeit weiter gefallen soll. Der Sender, der sich das Programm länger wünscht, und ein Moderator, der immer noch großen Spaß an dem Format hat. Mir macht „Wer wird Millionär?“ immer noch genauso viel Spaß wie vor 10 oder 15 Jahren, und deshalb freue mich jetzt auch auf die nächste und die übernächste Staffel. Danach sehen wir weiter.

Frage: Und noch ein Blick in die Glaskugel: Wird es „Wer wird Millionär?“ auch noch nach Ihrem Abschied weiter geben?

Jauch: Ganz ehrlich: Die Frage könnte ich selbst mit allen Jokern dieser Welt nicht beantworten. Wenn es soweit ist, empfehle ich den Publikumsjoker!

(ZUR PERSON: Günther Jauch (60) ist seit dem Start des Klassikers „Wer wird Millionär?“ 1999 Deutschlands berühmtester TV-Quizmaster. Zwischendurch profilierte er sich auch Fußball-Moderator und ARD-Polittalkshowmaster. Jauch, der auch ein Weingut an der Saar besitzt, ist verheiratet, hat vier Kinder und wohnt in Potsdam.)

(Die Fragen stellte Carsten Rave/dpa)




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