Letztes Update am Do, 08.06.2017 10:42

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


UNO: IS erschoss flüchtende Familien in Mosul



Genf/Mosul (Mossul) (APA/dpa) - In der umkämpften nordirakischen Stadt Mosul hat die Terrormiliz IS nach UNO-Angaben weitere Massaker an Zivilisten verübt. Am 26. Mai hätten die Extremisten nach glaubwürdigen Berichten 27 Menschen, unter ihnen auch Frauen und Kinder, erschossen, die aus dem Stadtviertel Al-Shifa flüchten wollten, teilte das Büro des UNO-Menschenrechtskommissars am Donnerstag in Genf mit.

„Auf Kinder zu schießen, während sie mit ihren Familien versuchen, sich in Sicherheit zu bringen - es gibt keine Worte der Verurteilung, die stark genug sind für so abscheuliche Taten“, erklärte der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein.

Am 3. Juni hätten die IS-Extremisten weitere 41 Zivilisten getötet, die aus dem gleichen Viertel in Richtung der irakischen Regierungstruppen fliehen wollten. Am Dienstag war bekannt geworden, dass der IS am 1. Juni 163 Menschen tötete, als sie aus der Stadt zu entkommen versuchten.

Der islamistische IS hatte Mosul (Mossul) 2014 eingenommen und dort ein Kalifat ausgerufen. Im Oktober 2016 begann die Rückeroberung. Der IS hält nur noch Teile der Altstadt am westlichen Tigris-Ufer.




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