Letztes Update am Do, 08.06.2017 13:03

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Terroranschlag: Britische Behörden weisen Kritik an Ermittlern zurück



London (APA/dpa) - Die britischen Behörden haben Vorwürfe aus Italien zurückgewiesen, sie hätten von den terroristischen Motiven des Londoner Attentäter Youssef Zaghba gewusst. Der italienische Eintrag im sogenannten Schengen-Informations-System (SIS) habe keinen Hinweis auf die Absichten des 22 Jahre alten Zaghba enthalten, teilten Behördenkreise der britischen „Times“ (Donnerstag) mit.

Zuvor war bekannt geworden, dass Zaghba, ein Italiener marokkanischer Herkunft, im März 2016 auf dem Flughafen von Bologna festgenommen worden war. Die italienischen Behörden sahen aber nicht genügend Beweise, um ihn wegen Terrorismus belangen zu können. Zaghba wurde daher wieder freigelassen. Die britischen Geheimdienste seien aber informiert worden, dass er potenziell gefährlich sein könnte, sagte der Staatsanwalt von Bologna Giuseppe Amato.

Nach dem Anschlag in London mit mehreren Toten am Samstagabend kommt die britische Polizei zunehmend unter Druck. Berichten zufolge sollen alle drei Täter den Behörden bekannt gewesen sein.




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