Letztes Update am Do, 08.06.2017 11:39

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


1. „Austrian World Summit“: Best-Practice-Beispiele für Klimaschutz



Wien (APA) - Am 20. Juni veranstaltet Arnold Schwarzeneggers Klimaschutzinitiative R20 erstmals einen „Austrian World Summit“ in der Wiener Hofburg. Im Mittelpunkt stehen sollen Best-Practice-Beispiele zur Erreichung der Pariser Klimaziele, deren technische Möglichkeiten sowie Österreichs Rolle im Klimaschutz, erklärte Mitinitiatorin Monika Langthaler am Donnerstag bei einem Hintergrundgespräch.

Internationale Redner wie u. a. der ehemalige französische Außenminister Laurent Fabius, die stellvertretende UN-Generalsekretärin Amina Mohammed und UNIDO-Generaldirektor Li Yong werden als Gäste erwartet. Auch Schwarzenegger wird unter den Eröffnungsrednern des Gipfels sein. Unterstützung erhält die Veranstaltung von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, der auch den Ehrenschutz übernommen hat. An der Auftaktkonferenz werden weiters Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ), die Minister Andrä Rupprechter (ÖVP) und Jörg Leichtfried (SPÖ) sowie nationale bzw. internationale Umweltpolitiker und Wirtschaftsvertreter teilnehmen.

„Diese Dummheit, dass Herr Trump gesagt hat, Klimaschutz ist schlecht für die Wirtschaft - das sind die Jobs und Technologien der Zukunft“, ist Langthaler überzeugt. „Es wird hier bereits so viel Geld investiert, dass eine Umkehr unmöglich ist. Wer jetzt nicht einsteigt, gehört zu den Verlierern der Zukunft.“ Von den international insgesamt rund 400 Projekten und Best-Practice-Beispielen, die aktuell von R20 unterstützt werden, laufen 15 unter österreichischer Beteiligung, darunter mehrere in Afrika.

Die Initiative R20 Regions of Climate Action, 2011 von Arnold Schwarzenegger in Kooperation mit den Vereinten Nationen gegründet, will mit lokalen und regionalen Ansätzen dabei helfen, globale Ziele zum Klimaschutz und zur Förderung einer Grünen Wirtschaft zu erreichen. Ziel von R20 ist es, Staaten, Regionen und Initiativen zu unterstützen, ihre Projekte zum Klimaschutz umzusetzen.

Neue „Green Jobs“ sollen die Regionen wirtschaftlich stärken. „Umweltschutzfragen sind außerdem nicht von Menschenrechts- und Sozialfragen zu trennen“, betonte Langthaler. Aktuell und auch zukünftig werde man sich auf allen Ebenen intensiver mit der Thematik „Flüchtlinge und Klimawandel“ auseinandersetzen müssen: „Dass z. B. der Bürgerkrieg in Syrien durch Dürreperioden gefördert wurde, die als Folge des Klimawandels entstanden sind, streitet heute keiner mehr ab.“

Europa komme zwar eine Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz zu, es sei jedoch noch „Luft nach oben“, beschrieb Langthaler die Motivation der Unternehmen, in diesen Bereich zu investieren. Vor allem der Fortschritt in Österreich sei derzeit überschaubar: „Auch von Seiten der Finanzdienstleister ist hier noch viel Luft nach oben.“ Es brauche daher einen internationalen Dialog und Kraftanstrengungen aller Beteiligten - von der Politik, den Regionen und Städten, über die Zivilgesellschaft bis zur Industrie und der Finanzwirtschaft. In Österreich gebe es aber „viele kleine Initiativen, die super sind“, so Langthaler. „R20 ist Teil eines großen Netzwerks. Wir sind sehr offen für die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen.“

Jährlich sollen nun die erzielten Fortschritte bei weiteren „Austrian World Summits“ vorgestellt werden. „Für die Region Österreich soll der Gipfel eine Win-Win-Situation darstellen“, sagte Langthaler über den gemeinsam mit Schwarzenegger ausgewählten Tagungsort. Gerade im kommenden Jahr - vor der EU-Präsidentschaft Österreichs ab 1. Juli - werde der Konferenz eine besondere Bedeutung zukommen.

(S E R V I C E - Registrierung unter http://austrianworldsummit.com/registration)




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