Letztes Update am Do, 08.06.2017 14:12

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kärntner betrog Elektronikfirma mit fingierten Reklamationen



Klagenfurt (APA) - Ein 23-jähriger Kärntner hat mit fingerten Reklamationen eine international tätige Elektronikfirma um mindestens 15.000 Euro betrogen. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, hatte sich der Mann in 131 Fällen Elektrogeräte erschlichen und über verschiedene Internetplattformen weiterverkauft. Der Student wird der Staatsanwaltschaft Klagenfurt angezeigt.

Der Mann hatte über das Internet unter erfundenem Namen und mit falschen Adressen verschiedene Produkte reklamiert: Er gab an, dass die Geräte defekt seien, hatte diese aber nie besessen. „Er hat genau gewusst, welche Geräte er angeben musste. Dabei hat es sich um Sofortaustausch-Produkte gehandelt, also um Geräte, die anstandslos ausgetauscht werden, weil eine Rücksendung der defekten Geräte zu teuer wäre“, sagte Raimund Messner vom Landeskriminalamt Kärnten. Die neuen Geräte ließ sich der 23-Jährige an verschiedene Postabholstellen schicken, von wo er sie mit nach Hause nahm.

In den vergangenen Monaten hatte man bei der Elektronikfirma allerdings festgestellt, dass überdurchschnittlich viele Reklamationen aus Kärnten kamen, weshalb man Anzeige erstattete. Anfang Juni wurde der 23-Jährige schließlich ertappt, als er ein weiteres Paket abholen wollte. Bei der Einvernahme gestand er den Betrug. Ob er noch für weitere fingierte Reklamationen verantwortlich ist, stand vorerst nicht fest, die Ermittlungen waren noch nicht abgeschlossen.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.




Kommentieren