Letztes Update am Do, 08.06.2017 12:16

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Betrugsprozess 2 - Kunstprofessor gab Staudacher-Originale weiter



Linz (APA) - Nach der Mittagspause sagte jener Kunstprofessor aus, von dem der Hauptangeklagte laut eigenen Angaben an die 20 Staudacher-Originale erhalten hatte. Dieser bestätigte, um das Jahr 2000 der damals noch bestehenden Linzer Galerie zumindest rund zehn Gemälde übergeben zu haben. Diese Exponate hatte der mittlerweile emeritierte Uniprofessor von dem Kärntner Künstler persönlich erhalten.

„Ich habe die Bilder in Kommission gegeben“, entlastete er den Beschuldigten. Nach der Schließung der Ausstellungsräume erhielt er bis spätestens 2003 die nicht verkauften Bilder zurück. Für zwei bis drei Werke, die weitervermittelt wurden, habe er auch das Geld bekommen.

Außerdem versicherte der Zeuge dem Richter, dass der Erwerb von Kunst weit unter dem offiziellen Marktwert in der Szene nicht unüblich sei. Ob der bereits verstorbene Sohn Staudachers jemals Gemälde seines Vaters veräußert habe, davon wusste er allerdings nichts.




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