Letztes Update am Do, 08.06.2017 12:37

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tennis: Thiem geht nach Training mit „gutem Gefühl“ ins Halbfinale



Paris (APA) - Nicht im auch vor Fan-Massen geschützteren Jean-Boudouin-Trainingscenter, sondern diesmal auf Platz fünf der Anlage Roland Garros hat sich Dominic Thiem am Donnerstag mit einem Sparringpartner auf sein zweites French-Open-Halbfinale vorbereitet. Auf dem Nebenplatz hörte man bekanntes Stöhnen: Sein Halbfinalgegner Rafael Nadal absolvierte zur gleichen Zeit seine Einheit.

Thiem hat seinen Sieg über Novak Djokovic, der für seine Leistung u.a. von US-Tennislegende John McEnroe auch kritisiert wurde, gut verdaut. „Es war natürlich ein schönes Gefühl, die paar Stunden nachher, aber ich stehe jetzt vor einem unfassbaren Match, also bin ich schon wieder voll auf morgen fokussiert“, meinte der Weltranglisten-Siebente unmittelbar nach seinem Training. Das Semifinale ist am Freitag als zweites (nicht vor 15.30 Uhr/live ORF eins) angesetzt.

„Ich habe heute wieder gut trainiert, ein paar Sachen gemacht, die ich morgen umsetzen sollte, wenn ich eine Chance haben will. Ich gehe mit einem guten Gefühl in die Partie“, erklärte der achtfache Turniersieger, der sich aber freilich weiter in der Außenseiter-Rolle sieht. „Ich muss einen Supertag erwischen. Ich kann sicher nicht oft so spielen wie in Rom, aber es waren ein paar Sachen dabei, die ich sehr gut gemacht habe, die ich auch morgen versuchen werde“, sagte Thiem.

Beim 6:3,6:4 über Nadal vor drei Wochen im Viertelfinale der „Ewigen Stadt“ habe er aggressiver und extrem schnell gespielt. „Es wird natürlich schwer, weil es gibt wenig Spieler, die so gut mit Tempo umgehen können wie er. Es ist mit einem Risiko verbunden, also muss ich hoffen, dass ich einen guten Tag erwische.“ Körperlich fühlt sich der Niederösterreicher bestens, er klagt über keinerlei Blessuren und geht „topfrisch“ in das siebente Duell mit dem neunfachen Paris-Champion.

Das Medien-Interesse an Thiem steigt freilich mit zunehmendem Turnierverlauf. Bewacht von drei Leibwächtern begab er sich unmittelbar danach zum Interview mit „Eurosport“ u.a. mit dem Experten Boris Becker.




Kommentieren