Letztes Update am Do, 08.06.2017 15:22

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


AK kritisiert Masterplan für Ländlichen Raum



Wien (APA) - Die Arbeiterkammer (AK) hat in Reaktion auf den vom Landwirtschaftsministerium angekündigten Masterplan für den Ländlichen Raum einen „Masterplan für bessere Kinderbetreuung“ gefordert. Zwar sagte Minister Andrä Rupprechter, der Plan sehe auch den gezielten Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten am Land vor. Das reicht der AK aber offensichtlich nicht.

Die Arbeitnehmervertreterin Christ Schlager, Leiterin der Wirtschaftspolitik der AK Wien, forderte in einer Aussendung „Taten statt Worte“. Es sei höchst an der Zeit, die Mittel aus dem EU-Programm für die Ländliche Entwicklung zielgerichtet einzusetzen. Derzeit hätten nur in Wien junge Familien die Möglichkeit, Unter-Dreijährige gut versorgen zu lassen, um erwerbstätig zu sein. „Je ländlicher desto schwieriger wird der Wiedereinstieg ins Berufsleben. Das macht es für junge Frauen nicht gerade attraktiv, zu bleiben oder nach einer Ausbildung in einer Stadt zurückzukehren“, so Schlager.

Die Arbeiterkammer will das EU-Programm für die Ländliche Entwicklung weg vom Agrarbereich hin auf mehr allgemeine Bedürfnisse des ländlichen Raums wie Arbeitsplätze, Infrastruktur, soziale Dienste, Kinderbetreuung richten.

Sie warf dem Ministerium auch vor, EU-Gelder liegen zu lassen. Selbiges warf Rupprechter am Rande eines Pressegesprächs am Donnerstag dem SPÖ-Bundeskanzleramt vor - und forderte, dass sein Ministerium alle Mittel für den Ländlichen Raum verwalten solle.

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