Letztes Update am Do, 08.06.2017 17:16

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mindestens 17 Tote nach mutmaßlichem Boko-Haram-Angriff in Nigeria



Maiduguri/Abuja (APA/dpa) - Bei einem Angriff von mutmaßlichen Boko-Haram-Kämpfern auf die Großstadt Maiduguri im Nordosten von Nigeria sind mindestens 17 Menschen getötet worden. Bei drei Selbstmordanschlägen kamen die Attentäter und mindestens zehn weitere Menschen ums Leben, wie am Donnerstag der Polizeichef des Bundesstaats Borno, Damian Chukwu, erklärte.

Gleichzeitig griffen die Extremisten am Mittwochabend auch mit schweren Waffen das Dorf Aldawari am Stadtrand von Maiduguri an, wurden aber von Sicherheitskräften zurückgedrängt. Dort kamen den Angaben zufolge drei Angreifer und ein Bewohner ums Leben.

Der offenbar koordinierte Angriff auf Maiduguri war einer der größten Boko Haram zugeschriebenen Angriffe seit vielen Monaten. Die Stadt Maiduguri ist vom Militär gut gesichert, dort befinden sich auch zehntausende Vertriebene, die vor der Gewalt der sunnitischen Fundamentalisten Schutz gesucht haben.

Boko Haram terrorisiert seit 2009 den Nordosten von Nigeria und die angrenzenden Gebiete der Nachbarländer. Seither haben die Extremisten bei Anschlägen und Angriffen dort mindestens 20.000 Menschen getötet. Boko Haram will einen sogenannten Gottesstaat errichten. Mehr als zwei Millionen Menschen sind nach UNO-Angaben vor der Gewalt geflohen, fast fünf Millionen sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.

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