Letztes Update am Do, 08.06.2017 17:25

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Schwere Kämpfe zwischen Anti-IS-Koalition und Jihadisten in Raqqa



Raqqa (Rakka) (APA/AFP) - Mit Unterstützung der US-Luftwaffe haben die Kämpfer des arabisch-kurdischen Bündnisses SDF am Donnerstag ihren Einmarsch in die syrische Jihadisten-Hochburg Raqqa fortgesetzt. Dabei stießen sie auf heftige Gegenwehr: Ein AFP-Korrespondent, der mit SDF-Einheiten kurzzeitig in die Stadt gelangte, berichtete von harten Gefechten zwischen SDF und der Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS).

Die SDF-Einheiten kämpften mit leichten Waffen, berichtete der AFP-Korrespondent. Sie versuchten ihre Fahrzeuge vor dem IS zu verstecken, der seinerseits Drohnen mit Sprengsätzen gegen die vorrückenden Kämpfer einsetzte.

„Im Kampf um Raqqa arbeiten unsere Kräfte sehr effektiv mit den internationalen Einheiten zusammen“, sagte der SDF-Sprecher Talal Sello. Seine Einheiten hätten sich in Teilen von Raqqas Stadtteil al-Meshleb festgesetzt. „Wir rücken in al-Meshleb voran und kontrollieren Teile des Viertels“, sagte er.

Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte dauerten die Kämpfe in dem Stadtteil am Donnerstag noch an. Der IS besitze Scharfschützen und habe in dem Viertel Minen verlegt, berichtete die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle weiter. Die oppositionsnahen Aktivisten stützen sich auf ein Netzwerk von Informanten. Von unabhängiger Seite sind ihre Angaben kaum zu überprüfen.

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Wie das SDF-Einsatzkommando mitteilte, hatten die SDF-Einheiten Mittwoch früh die Festung Harqal im Westen Raqqas erobert. Die syrische Stadt gilt als IS-Hochburg - am Dienstag waren die Einheiten der Syrischen Demokratischen Kräfte nach einem siebenmonatigen Vormarsch in die Stadt eingedrungen.




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